Zustand der Bestandsbauten

Befinden sich Bestandsbauten in unmittelbarer Nähe zu einem Neubauprojekt, sollten die Bauherren deren Zustand unbedingt dokumentieren. Nur so können sie sich vor ungerechtfertigten Schadenersatzforderungen schützen.

Damit auch wirklich nichts schief geht, darf die Baugrube für den Neubau nicht tiefer werden als die der benachbarten Bestandsbauten. Sonst könne es passieren, dass das Erdreich unter den angrenzenden Gebäuden in die Baugrube rutscht. Die Nachbarhäuser sacken dann ab und können im schlimmsten Fall einstürzen. Soll die Baugrube aber unbedingt tiefer werden, muss sie aufwendig gesichert werden. Darauf weist Horst Lenz, Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz in Mainz.

Schwierig ist grundsätzlich der Neubau, wenn Nachbarhäuser eng zusammenstehen. Bauherren und die Unternehmen müssen dann dafür sorgen, dass beim Abriss des alten Hauses direkt angrenzende Bauteile des anderen Gebäudes sicher stehenbleiben und nicht einstürzen.

Es kann nötig sein, Trennwände zweier direkt zusammengebauter Häuser vor dem Abriss zusätzlich horizontal zu stabilisieren. Sie müssen in der Lage sein, auch nach dem Wegfall des Gebäudes auf der einen Seite, das Haus des Nachbarn noch zu tragen, erklärt Kammervorstand Uwe Angnes. Und sie müssen Wind und Sturm standhalten - vorher lagen die Trennwände ja in der geschützten Mitte zweier Gebäude. Kosten für so eine Stabilisierung müsse in der Regel der Bauherr übernehmen.


dpa-Magazin / mag
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