Am früheren Grenzübergang Chausseestraße entsteht Luxus-Wohnquartier

Grüner Wohnen inmitten der Stadt: The Garden Living in der Chausseestraße 57-60. (Foto: Animation: Eike Becker Architekten)

Mitte. An der Chausseestraße 57-60 wurde jetzt Richtfest für die Wohnanlage "The Garden Living" gefeiert. Bis Frühjahr 2016 entstehen hier im einstigen Todesstreifen 16 noble Häuser.

Elham Shirkonhi und ihr Mann Hayssam Hassan freuen sich schon auf ihr neues Zuhause. Die beiden haben sich eine der 120 Eigentumswohnungen gekauft. Ihr kleiner Sohn Ryan wird bald in den grünen Hofgärten spiele. "Garden Living" haben die Vermarkter das noble Wohnprojekt getauft. Zwischen den Townhouses gibt es grüne Oasen mit mehreren kleinen Spielplätzen. Sogar ein 200 Quadratmeter großer Indoorspielplatz steht den Bewohnern zur Verfügung. Und ein Concierge, der aufpasst, dass keine Fremden in das Gartenparadies kommen.

An der Chausseestraße hat Architekt Eike Becker ein siebengeschossiges Gebäude entworfen, das die Stadtgärten und Eigentumswohnungen dahinter abschirmt. Hier gibt es 161 Ein- bis Fünf-Zimmer-Mietwohnungen und Geschäfte im Erdgeschoss. Ein über vier Etagen reichendes Portal öffnet den Blick in den Stadtgarten. "The Garden Living ist wie ein Sonntag auf dem Land mitten in der Stadt", sagt Architekt Eike Becker, der Ensembles prächtiger Mietshäuser im Berlin des späten 19. Jahrhunderts zum Vorbild genommen hat.

Die Vermietung hat noch nicht begonnen, wie Boris Schran vom Investor Peakside Capital sagt. Auch Eigentumswohnungen sind noch zu haben. 65 Prozent der noblen Bleiben mit begrünten Terrassen und viel Glas sind bisher verkauft worden.

Die hinteren Häuser grenzen direkt an die Friedhöfe St. Hedwig und Französische Domgemeinde. Wer oben wohnt, hat einen tollen Ausblick. An der Backsteinmauer ist noch ein Teil der Grenzmauer zu sehen. Wo demnächst Gutverdiener im abgeschirmten Idyll wohnen werden, liefen bis zur Wende Grenzsoldaten Patrouille. Den ehemaligen Grenzverlauf will Eike Becker mit Messingbändern im Boden markieren.

An der südlichen Grundstückskante wurden für das Viertel die Ruinen einer alten Fabrik und weitere Gebäudeteile abgerissen, um die Townhouses mit den Privatgärten zu bauen. Nach ersten Plänen sollte die alte Backsteinfabrik saniert und zum Wohnhaus umgebaut werden. Doch der Aufwand wäre wegen der Tiefgarage viel zu hoch gewesen. Die Gartenhäuser sollen im April 2016 komplett bezogen sein.


Dirk Jericho / DJ
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