Bürgerverein "Für Pankow" begrüßt Pläne des Senats zur Renaturierung der Panke

Pankow. Der Ausbau der Panke in den Bezirken Mitte und Pankow zählt zu den großen Vorhaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Die Planungen lagen bis Ende Juli öffentlich aus. Der Bürgerverein „Für Pankow“ begrüßt sie, benennt aber auch Defizite.

Es lägen hier „sehr gute und aussagefähige Unterlagen“ vor. „Die Zielstellung der Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Panke gemäß Gewässerentwicklungskonzept und das Ziel, die Panke als durchgängiges Fließgewässer auszugestalten, werden insbesondere in den Bereichen Schlosspark Schönhausen und dem Bürgerpark Pankow erreicht“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins.

Der Bürgerverein benennt jedoch auch Defizite: „Wir bedauern den Wegfall einer größeren Veranstaltungsfläche für Volksfeste im westlichen Bürgerpark. Auch die Tradition eines 'Entenrennens' des Lions Club Berlin-Cosmopolitan in der Panke im Rahmen unserer jährlichen Veranstaltung 'Jazz im Park' mit circa 10 000 Besuchern fällt wohl leider dem mäandernden Flussverlauf im östlichen Bürgerpark zum Opfer. Letztendlich bedauern wir, dass keine Flussbadestelle, wie vor 100 Jahren am Originalstandort, errichtet werden soll.“

Der Verein schlägt vor, dass eine Flussbadestelle in das neue Familienbad Pankow in die Planungen einbezogen werden sollte. Für die Finanzierung dieser Idee könne ein Flächentausch mit Flächen für den Wohnungsbau an der Wolfshagener Straße sorgen. Erörtert werden sollte ebenfalls, inwieweit der Kinderbauerhof „PinkePanke“ in die Planungen einbezogen werden könnte.

Echte Bürgerbeteiligung gefordert

Der Senat hat für Phase eins der Panke-Renaturierung rund fünf Millionen Euro für die Jahre bis 2017 und für die Phase zwei bis 2017 rund acht Millionen zuzüglich 15 Millionen ab 2018 für die Herstellung der Durchgängigkeit der Panke in den Haushalt eingestellt. Nach Auffassung des Bürgervereins sind jedoch Planverfahren über mehr als drei Jahre und in dieser Größenordnung von den Bürgern nur schwer zu begleiten. Informationen nur in Form von Pflicht-Infos seien in keinem Fall ausreichend. Echte Bürgerbeteiligung könne nur durch ständigen Kontakt mit den Bürgern vor Ort erfolgen, fordert der Verein.

Die Panke entspringt in Bernau und mündet in Mitte in die Spree. Sie hat eine Länge von knapp 30 Kilometern. Über 20 Kilometer davon befinden sich auf Berliner Stadtgebiet. m.k.
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