Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Restaurierung

Der 70 Meter hohe Turm der barocken Sophienkirche an der gleichnamigen Straße ist von überall gut zu sehen. (Foto: Caspar)

Mitte. Seit 2009 engagiert sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bei der Restaurierung und Sanierung der Sophienkirche an der Sophienstraße unweit des S-Bahnhofs Hackescher Markt.

Die Sophienkirche gehört zu den mehr als 150 Projekten, die die Denkmalstiftung dank privater Spenden und Vermächtnisse sowie Mitteln der GlücksSpirale allein in Berlin unterstützt hat. Der am 5. Oktober in feierlicher Form übergebene Fördervertrag über eine Summe von 36 000 Euro dient der Renovierung des Innenraums. Zuvor waren schon der Dachstuhl, der Turm und der Turmhelm saniert worden. Bei der Erneuerung des Fassadenputzes gelang es, 80 Prozent der ursprünglichen Oberfläche aus dem Jahr 1894 zu erhalten. Außerdem wurden der Altar sowie Grabplatten an der Außenfassade gesichert.

1712 von der aus Mecklenburg stammenden Königin Sophie Luise als protestantischen Predigerkirche gestiftet, erhielt das Gotteshaus erst 1729 bis 1735 seinen 70 Meter hohen, das Stadtbild bestimmenden Turm.

Das Kirchenschiff wurde 1892 auf Initiative von Kaiser Wilhelm II. und seiner Gemahlin Auguste Viktoria nach Plänen von Friedrich Schulze, Adolf Heyden und Kurt Berndt im Stil des Neobarock zu einer einschiffigen Hallenkirche mit einer dreiseitigen Empore und einer Chorapsis umgebaut. In diesem Zusammenhang erhielt die Kirche auch einen eisernen Dachstuhl sowie eine schlichte Raumausmalung. Von der Innenausstattung sind mit Kanzel, Rokokotaufe und Orgel sowie reich gestalteten Epitaphien auf dem ehemaligen Kirchhof wichtige Teile erhalten.


Helmut Caspar / HC
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