Fünf Häuser auf dem ehemaligen Mauerstreifen

Mitte. Das größte genossenschaftliche Neubauprojekt im früheren Grenzstreifen ist fertig. Alle 95 Wohnungen an der Sebastianstraße werden bis zum Dezember bezogen.

Rundherum gibt es fast nur teure Eigentumswohnungen. "Als Genossenschaft halten wir hier im Quartier die Stellung", sagt Berolina-Sprecherin Kristin Müller. Ihre Genossenschaft hat in den vergangenen zwei Jahren fünf Häuser mit insgesamt 95 Mietwohnungen gebaut. Alle Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen sind zwischen 40 und 132 Quadratmetern groß und komplett vermietet. In diesen Tagen ziehen die Mieter ein; vor allem Familien. Die günstigste Wohnung soll 8,50 Euro kalt pro Quadratmeter kosten; die Dachgeschosswohnungen gibt es für 13 Euro. Im Durchschnitt liegen die Mieten bei zehn Euro pro Quadratmeter. Müller nennt das einen günstigen Mietpreis, weil die Häuser geringe Betriebskosten haben. Der Energiebedarf liegt 45 Prozent unter den Anforderungen der gesetzlichen Mindeststandards im Neubau. Die Wohnungen wurden mit Materialien wie Parkett ausgestattet. Jede hat großzügige Balkone oder Terrassen. Außerdem wurde eine Tiefgarage mit 83 Stellplätzen gebaut. Das Bauprojekt trägt den historischen Namen Myrica. So wurde das Gebiet der späteren Luisenstadt einst genannt. Und Myrica rubra ist auch ein subtropischer Baum. Der Name soll auf die grüne Lage hinweisen.

Die Berolina eG wurde 1956 gegründet. Die rund 4000 Wohnungen befinden sich überwiegend in Mitte. Zum Bestand gehören auch Häuser in Prenzlauer Berg, Weißensee, Treptow und Lichtenberg. Im Heinrich-Heine-Viertel hat die Genossenschaft mit 2500 Wohnungen das größte Quartier im Zentrum. Seit 2000 erweitert sie ihren Bestand kontinuierlich durch Neubau.


Dirk Jericho / DJ
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