Gerlachbau und Schlachthalle werden mit Stiftungsgeldern restauriert

Mitte. Bis 2018 werden Fassaden und Dach des sogenannten Gerlachbaus und der Schlachthalle auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität auf dem Gelände an der Luisenstraße restauriert.

Am 12. Februar konnte Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt Universität, mit der Hermann Reemtsma Stiftung (HRS) und der Stiftung Humboldt-Universität (SHU) eine Fördervereinbarung unterschreiben. Gerlachbau und Schlachthalle gehören zum Tieranatomischen Theater, dem sogenannten Trichinentempel. Für die Sanierung des spektakulären Trichinentempels hatte die Reemtsma Stiftung bereits eine Million Euro gespendet. Das Tieranatomische Theater konnte 2012 nach siebenjähriger Restaurierung wiedereröffnet werden.

Jetzt gibt Reemtsma weitere 875 000 Euro für den angrenzenden Gerlachbau. Das Ensemble ist das älteste erhaltene akademische Lehrgebäude Berlins. Im restaurierten Gerlachbau werden Räume für Forschung und Lehre eingerichtet. Sie sollen sowohl inhaltlich als auch räumlich mit den Ausstellungen im Tieranatomischen Theater verknüpft sein. "Das Tieranatomische Theater, das von dem Architekten Carl Gotthard Langhans stammt, der auch das Brandenburger Tor errichtet hat, bleibt während der Sanierung des Anbaus geöffnet. Wer das Tieranatomische Theater noch nicht kennt, sollte es unbedingt besuchen", sagte Sebastian Giesen, Geschäftsführer der Hermann Reemtsma Stiftung, bei der Unterzeichnung des Fördervertrags. Mit der Wiederherstellung der Nachbargebäude, dem Gerlachbau und der dazugehörigen Schlachthalle, werde die Möglichkeit der Nutzung des Tieranatomischen Theaters wesentlich erweitert, so Jens Odewald von der Stiftung Humboldt-Universität. Die Sanierung sei deshalb nicht nur aus Gründen des Denkmalschutzes sinnvoll.


Dirk Jericho / DJ
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