Immer mehr Wohnungen: 2015 wurden bereits über 1500 Wohnungen genehmigt

Mitte. Das Bauamt hat in den ersten sieben Monaten des Jahres 1511 neue Wohnungen genehmigt. Im letzten Jahr lag der Bezirk bei den Genehmigungen berlinweit auf Platz Eins.

Bis Ende Juli wurden in Berlin insgesamt 9780 Wohnungen genehmigt. Mitte liegt auf Platz Zwei im Ranking der zwölf Bezirke. Nur Treptow-Köpenick hat in diesem Jahr mit 1779 Wohnungen mehr genehmigt. 2014 lag Treptow-Köpenick am Jahresende mit 3109 genehmigten Wohnungen auf Platz Zwei hinter Mitte. Der Citybezirk hatte 3509 Bescheide verschickt. „Das Ziel ist also klar“, postete Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) auf seiner Facebook-Seite zum aktuellen Zwischenstand.

Wegen der steigenden Bevölkerungszahl müssen in Berlin in den kommenden Jahren zigtausende Wohnungen gebaut werden. Laut Wohnbaupotenzialstudie des Bezirksamtes werden allein in Mitte, Tiergarten und Wedding bis 2020 bis zu 17 400 Wohneinheiten benötigt.

Der Bedarf an Wohnraum wird zudem durch die weiter steigenden Flüchtlingszahlen immer größer. Der Senat rechnet allein für 2015 mit über 40 000 Flüchtlingen.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat jetzt angekündigt, die Bundesmittel für neue Sozialwohnungen zu verdoppeln. Für Bausenator Andreas Geisel (SPD) ist dies „das richtige Signal für den angespannten Wohnungsmarkt.“

Entscheidend sei, dass möglichst viele bezahlbare Neubauwohnungen entstehen. „Wenn der Bund seine Wohnungsbauförderung verdoppelt, schafft er damit einen Schub für Berlin und die anderen Großstädte mit angespannten Wohnungsmärkten. Wir werden die Bundesmittel umgehend in mehr neue Sozialwohnungen investieren und damit auch dauerhafte Unterkünfte für Flüchtlinge schaffen, die auf absehbare Zeit bei uns bleiben", sagte Andreas Geisel.

Berlin verdreifacht seine Neubauförderung bis 2017 von 64 auf 192 Millionen Euro. Damit können künftig 3000 neue Sozialwohnungen pro Jahr gefördert werden. Die neuen Sozialwohnungen sollen den Wohnungsmarkt entlasten. Dies sei ein wichtiger Beitrag für bezahlbares Wohnen und eine sozial gerechte Stadtentwicklung", so Geisel. DJ
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