Luxuswohnen im Kunstwerk: Richtfest für Wohnhaus von Stararchitekt Daniel Libeskind

Das Libeskind-Designerhaus in der Chausseestraße Ecke Schwartzkopffstraße ist im Rohbau fertig. (Foto: Ziegert Immobilien)
Berlin: Sapphire |

Mitte. Der Edelstein ist im Rohbau fertig. Am 30. September feiern die Investoren gemeinsam mit dem amerikanischen Architekten Daniel Libeskind Richtfest für das Designerhaus in der Chausseestraße 43 Ecke Schwartzkopffstraße.

Eine Wohnung als Kunstwerk. Wer sich eine Libeskind-Wohnung leisten kann, legt sein Geld in Betonkunst an. „Manche sammeln Libeskind-Wohnungen“, sagt Andre Schlüter von der Maklerfirma Ziegert Immobilien zu den Käufern. Der US-Stararchitekt, der das Gelände von Ground Zero in New York geplant und das Jüdische Museum in Berlin errichtet hat, baut derzeit sein erstes Apartment Building in Deutschland. Spektakuläre Wohntürme hat Libeskind bereits in Singapur und China gebaut; ein Tower in Warschau ist im Bau.

Das Haus in Mitte direkt gegenüber der neuen BND-Zentrale wird ein Hingucker. Es hat die für Libeskind typischen Ecken und Kanten. Mit seinen diagonalen Fassadenelementen, schrägen und gekippten Fronten, spitzen Auskragungen und einer je nach Lichteinfall immer anders funkelnden Keramikfassade mit Titanium-Beschichtung soll das Haus an einen geschliffenen Edelstein, einen Saphir, erinnern. Für internationale Käufer wird das Gebäude in englischer Schreibweise als Sapphire vermarktet. Fertige Teile wurden kaum verwendet. Die schrägen Fassadenelemente sind fast alle Unikate und wurden direkt am Ort gegossen. Auch die bis zu vier Meter hohen Panoramafenster wurden extra für die Hausskulptur angefertigt.

Bis zum nächsten Frühsommer sollen die 72 Wohnungen zwischen 36 und 273 Quadratmetern fertig sein. 75 Prozent sind bereits verkauft. In der vierten und fünften Etage sind noch ein paar Drei-Zimmer-Wohnungen zu haben. Die Preise im Sapphire liegen zwischen 5500 und 13 000 Euro pro Quadratmeter. Die sechs Penthäuser in der sechsten Etage sind ebenfalls noch nicht vergeben. Für das mit 273 Quadratmetern größte wird gar kein Preis angegeben. Interessenten können hierfür ein Gebot abgeben. Unter viereinhalb Millionen Euro wird die Luxuswohnung wohl nicht weggehen, glaubt Schlüter. Da einige Käufer die Libeskind-Wohnungen als Kapitalanlage wollen, können auch wohlhabende Mieter etwas im Edelstein-Haus finden. Die Kaltmieten werden etwa 23 Euro pro Quadratmeter kosten, sagt Schlüter. Totale Libeskind-Fans können sich auch die Küchenzeile vom Stararchitekten designen lassen. Viele Käufer lassen sich auch die Fassadenfliesen mit der Titanlegierung, die in Italien eigens hergestellt werden, im Bad einbauen; gegen einen satten Aufpreis, versteht sich.

Auf dem Dach gibt es eine riesige Gemeinschaftsterrasse, von der man, weil das Haus etwas höher ist als die Umgebung, einen perfekten Ausblick auf Mittes Skyline hat. Unter den Libeskind-Käufern sind 20 Berliner, etliche Reiche aus Süddeutschland sowie internationale Interessenten aus Russland, Luxemburg oder Israel. Investoren für das Projekt sind die Berliner Unternehmer Rainer Bahr und Holger Rausch. DJ
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