Staatsoper weitere 40 Millionen Euro teurer

Berlin: Staatsoper |

Die Ende vergangenen Jahres sieben Jahre nach Sanierungsbeginn wiedereröffnete Staatsoper Unter den Linden kostet den Steuerzahler 39,4 Millionen Euro mehr als bisher angegeben.

Damit steigen die Kosten von ursprünglich 239 Millionen Euro auf 439,4 Millionen Euro. Diese Erhöhung hat die Senatsbauverwaltung jetzt bekanntgegeben. Die Gesamtsumme betrug laut zuletzt genannter Prognose 400 Millionen Euro.

„Neben dem bereits aus der Bautätigkeit bekannten schlechten Zustand der historischen Bausubstanz führte insbesondere die 2014 eingetretene Insolvenz des bis dato tätigen Generalplanungsbüros für die technischen Anlagen zu so gravierenden Lücken im weiteren Planungsprozess, dass deren Folgen erst in der Ausführungsphase des komplexen technischen Innenausbaus in den Jahren 2016 und 2017 zu Tage traten“, teilt der Senat mit. Um „trotz „massiver Bauablaufverzögerung durch diese Insolvenz das avisierte Terminziel der Aufnahme des Spielbetriebes zum Herbst 2017 sicherzustellen“, wurden die „Bauleistungen beschleunigt“ und die Inbetriebnahme parallel zu noch laufenden Bauarbeiten vorbereitet. Die „Beschleunigungen von Bauleistungen“ habe die Kosten um zehn Prozent nach oben getrieben. Hätte die Senatsverwaltung die angekündigte Eröffnung zum 3. Oktober (danach wurde das Haus nach ein paar Vorstellungen bis zur endgültigen Wiedereröffnung am 7. Dezember wieder geschlossen) verschoben, hätte dies eine „rund einjährige Verschiebung nach sich gezogen“. Der Spielbetrieb wäre erst zur Spielzeit 2018/2019 möglich gewesen, rechtfertigt der Senat die jetzt genannten Mehrkosten.

Die Fertigstellung der umfangreichen Opernsanierung hatte sich immer weiter verschoben. Ursprünglich sollte das imposante Gebäude, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und bis 1955 vom Architekten Richard Paulick wieder aufgebaut worden war, bereits 2013 eröffnen. Gründe für die Verzögerungen waren unter anderem Probleme mit dem Grundwasser, Holzpfähle im Boden und die Firmeninsolvenz. Das Ensemble hatte seit Sanierungsbeginn 2010 die Bühne im Schillertheater genutzt.
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