Wettbewerb für Gestaltung des Rathausforums zwischen Alex und Spree

Mitte. Senat startet Beteiligungsprozess für die zukünftige Gestaltung der Freiflächen zwischen Fernsehturm und Spree. Kuratorium konstituiert sich.

Soll das im Krieg zerstörte Stadtviertel am Fuße des Fernsehturms wieder aufgebaut werden? Oder bleiben die Flächen des sogenannten Rathausforums frei? Antworten dazu soll ein städtebaulicher Wettbewerb geben, den Senatsbaudirektorin Regula Lüscher 2015 ausschreiben will. Das Thema einer möglichen Rekonstruktion des Rathausforums ist seit Jahren umstritten. Die Senatsbauverwaltung will deshalb im Juni einen "ergebnisoffenen Beteiligungsprozess" starten, so Lüscher. Dafür und für den Wettbewerb hat das Abgeordnetenhaus 600 000 Euro freigegeben.

Um den Wettbewerb vorzubereiten, konstituiert sich am 3. April ein Kuratorium unter Leitung der Senatsbaudirektorin. Darin vertreten sind der Bezirksbürgermeister, die Senatskanzlei, die Wohnungsbaugesellschaft Mitte, die Stiftung Zukunft Berlin, die Hermann-Henselmann-Stiftung, das Bürgerforum Historische Mitte Berlin, die Stiftung Berliner Schloss-Humboldtforum, die Evangelische Kirche, die Vereinigung der Geschäftsleute, der B.U.N.D., die Tourismuswerber von Visit Berlin, der Präventionsrat und Think Berlin, eine Gruppe kritischer Architekten, die eine kleinteilige Rekonstruktion nach historischem Vorbild radikal ablehnt.

Die Ergebnisse des Dialogs sollen Grundlage für den städtebaulichen Wettbewerb sein. Drei städtebauliche Optionen sollen detailliert geprüft und auf ihr Für und Wider abgeklopft werden. Das sind als erstes die "Bebauung des Areals zwischen Fernsehturm und Spree auf historischem Stadtgrundriss", eine "Freihaltung des Areals in Respekt des Städtebaus der DDR-Moderne und Qualifizierung des vorhandenen Freiraums" oder die "Teilbebauung unter Einbeziehung historischer Spuren und der Qualifizierung des vorhandenen Freiraums." Verschiedene Architektenteams sollen Modelle entwickeln, damit sich die Bürger die Varianten auch vorstellen können. Die Diskussionen mit allen Interessierten, Initiativen, Parteien oder Anwohnern sollen sowohl in Bürgerveranstaltungen und Gesprächsforen als auch online geführt werden.


Dirk Jericho / DJ
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