Whirlpool neben Schinkel-Kirche: Richtfest für Luxus-Wohnviertel Kronprinzengärten

Zum Richtfest kam neben den Bauwert-Geschäftsführern auch Prinzessin Christa von Preußen, die Urenkelin von Kaiser Wilhelm II, und Bausenator Andreas Geisel. (Foto: Dirk Jericho)
Berlin: Kronprinzengärten |

Mitte. Im kommenden Frühjahr können die wohlhabenden Käufer ihre Luxuswohnungen direkt neben der Friedrichswerderschen Kirche beziehen. Über das umstrittene Luxusprojekt wurde jetzt der Richtkranz hochgezogen.

Ein Sekt im Pool, je nach Lage mit direktem Blick auf den Berliner Dom, das neue Stadtschloss oder den Deutschen und Französischen Dom auf dem Gendarmenmarkt. Auf den Dächern der fünf Penthäuser können sich die neuen Besitzer auf Wunsch einen Pool bauen lassen.

Viel nobler und exklusiver geht es kaum. Ein 270 Quadratmeter großes Penthaus mit optionalem Planschbecken auf dem Dach ist noch zu haben, wie Corinna Gliese sagt. Sie vermarktet für den Bauherren, die Bauwert Investment Group, die Wohnungen in den Kronprinzengärten. 4,6 Millionen Euro kostet das noch freie Penthaus. Satte 17 000 Euro pro Quadratmeter müssen die Käufer schon locker machen für einen Quadratmeter Luxuswohnen am Werderschen Markt.

Insgesamt 38 Wohnungen, Stadtvillen und Penthäuser entstehen in dem Gesamtensemble auf dem Eckgrundstück Oberwallstraße/Werderscher Markt direkt neben der Friedrichswerderschen Kirche.

Das Gebäude direkt gegenüber dem Auswärtigen Amt hat die Botschaft Angolas gekauft. Bis auf das Penthaus sind noch zwei „kleinere“ Wohnungen um die 100 Quadratmeter zu haben. Im Wohn- und Geschäftshaus an der Straße sind ebenfalls noch zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss frei. „Für Galerien oder anderes ruhiges Gewerbe“, sagt Bauwert-Sprecher Henning Hausmann.

Das Projekt Kronprinzengärten, das direkt hinter dem Kronprinzenpalais steht, war heftig umstritten, weil die Häuser nur wenige Meter neben der Friedrichswerderschen Kirche stehen und das Baudenkmal von Architekt Karl Friedrich Schinkel „in den Schatten stellen“, wie der Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Berlin argumentierte. Beim Bau gab es zudem massive Probleme, so dass ein einjähriger Baustopp verhängt werden musste. Die Schinkel-Kirche wurde beschädigt; Risse durchzogen das Mauerwerk. Seit Frühjahr wird weitergebaut. Wie Bauwert-Chef Jürgen Leibfried beim Richtfest sagte, sind alle Risse mittlerweile verputzt. Kirchenmaler sind derzeit damit beschäftigt, die Gewölbemalerei zu restaurieren.

Bausenator Andreas Geisel (SPD) sagte, dass es richtig war, solch eine dichte Bebauung zuzulassen. „Berlin hatte mal eine Altstadt, und hier wird sie zurückgewonnen“, so Geisel. DJ
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