„Das Leben Christi“: Bilderzyklus aus Korea wird erstmals in Europa ausgestellt

Die Verkündung: Maria und der Engel Gabriel in der asiatischen Version. Das Bild ist eins von insgesamt 30 Seidenmalereien aus dem Bilderzyklus „Das Leben Christi“, das im Deutschen Historischen Museum zu sehen ist. (Foto: Kim Ki-chang/Seoul Museum)
Berlin: Martin-Gropius-Bau |

Mitte. Das Deutsche Historische Museum stellt erstmals den originalen Bilderzyklus „Das Leben Christi“ des koreanischen Malers Kim Ki-chang vollständig in Europa aus.

Die Präsentation ist Teil der Ausstellung „Der Luthereffekt. 500 Jahre Protestantismus in der Welt“. Der Zyklus ist eine Leihgabe des Seoul Museums.

Der taube Maler Kim Ki-chang (1914-2001) ist einer der bekanntesten modernen Künstler Koreas. Seine 30 Seidenmalereien von „Das Leben Christi“ gelten als ikonische Werke des koreanischen Protestantismus. Der Zyklus entstand 1952 inmitten des Koreakriegs und versetzt das Leben Christi in das Korea des 19. Jahrhunderts.

Die Ausstellung „Der Luthereffekt“ ist vom 12. April bis 5. November 2017 im Martin-Gropius-Bau zu sehen. In ihr erzählt das Deutsche Historische Museum die weltumspannende Wirkungsgeschichte des Protestantismus, von seiner Entstehung im Europa des 16. Jahrhunderts über seine Entwicklungen auf vier Kontinenten bis heute. Die Schau thematisiert die globale Vielfalt und die Ausprägungen des Protestantismus in Schweden, den USA, Korea und Tansania, aber auch sein Konfliktpotenzial zwischen Kulturen und Religionen. Sie ist eine von drei Nationalen Sonderausstellungen im Reformationsjahr 2017.

In der Ausstellung im Martin-Gropius-Bau wird auch das älteste Neue Testament in Koreanisch, gedruckt 1887 in der Mandschurei, gezeigt. Die Bibel ist eine Leihgabe der Bodleian Library Oxford. Weitere Leihgaben sind drei Protestbanner von der Fassade der Hyanglin-Kirche in Seoul, mit denen sich die Gemeinde für den Friedensprozess mit Nordkorea einsetzt. DJ
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