Die Fitness mal anders trainieren

Maren lässt sich bei Fitness First von Personal Trainer Daniel erklären, wie sie die sogenannte Kettlebell richtig handhabt. (Foto: Monique Wüstenhagen)

Wenn Dustin Tusch vom Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) vom "momentan größten Trend" in der Fitnessbranche spricht, redet er vom Functional Training. Statt einzelne Muskeln isoliert zu trainieren, werden dabei ganze Muskelgruppen und komplexe Bewegungsabläufe gefordert.

Die Gesamtleistung des Bewegungsapparats stehe im Vordergrund, erläutert Volker Ebener vom Deutschen Fitness und Aerobic Verband (DFAV). Die Bewegungsmuster seien vielfältig und von zahlreichen Wiederholungen geprägt.

Fitnessstudios bieten "freestyle zones" an, in denen die Kunden frei mit Kleingeräten wie Medizinbällen, Rundhanteln (Kettlebells) oder Schlingentrainer arbeiten können. Manche Studios konzentrieren sich vollständig aufs Functional Training und stellen keine Gewichtsmaschinen mehr auf.

Seine Wurzeln hat das Functional Training nach Angaben von Prof. Christoph Eifler, Fachbereichsleiter Trainingswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken im Athletiktraining des Hochleistungssports. Ziel sei, den Profisportler für das Training und den Wettkampf belastbarer zu machen. "Es dient der Verletzungsprophylaxe, verringert also die Verletzungsgefahr und verbessert zugleich die Leistungsfähigkeit", erläutert er. "Das macht mich nicht nur im Sport belastbarer, sondern auch im Alltag."

Typische Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sind zum Beispiel Kniebeugen, erläutert Michael Branke von der Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung (DFLV). Die Kniebeuge macht der Sportler anfangs in der gehaltenen Version mit dem Rücken an der Wand. Dann trainiert er frei stehend oder auf labiler Unterlage.

Auch die Langhantel ist ein beliebtes Hilfsmittel - eine zwei Meter lange Stange, die gehoben wird. Häufig werden außerdem Schlingen verwendet, die an der Decke oder Wand befestigt sind. An diesen meist zwei Meter langen Seilen mit Handgriffen lassen sich zum Beispiel die Beine einhängen, sagt Branke.

Beim Training mit der Kettlebell kommt eine Schwungkomponente hinzu. Der Sportler stellt sich zum Beispiel in die Kniebeuge, hat die Kettlebell zwischen seinen Füßen stehen und hält sie am Griff. Dann streckt er die Knie und schwingt die Kugel vor den Körper, bis die Arme im 90-Grad-Winkel zum Oberkörper stehen.

Grundsätzlich sollten sich Einstieger von qualifiziertem Personal gut in die einzelnen Übungen einweisen lassen. Denn effizient sei das Training nur, wenn der Freizeitsportler mit seinem eigenen Körper richtig umgehen könne, betont Branke.


dpa-Magazin / mag
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