Eine Handbreite Platz zum Gürtel: Die aktuelle Mode bei Krawatten

Der Krawattenknoten muss zum Kragen passen, die Farbe zum Hemd und Anzug: Bei der Krawattenwahl gibt es einiges zu beachten. (Foto: Franziska Gabbert)

Auch die Krawatte durchläuft Trends und Moden. Bis vor einiger Zeit musste die Spitze der Krawatte auf der Hose oder dem Gürtel enden. Momentan liegt das Krawattenende etwas höher.

Mehr als eine Handbreit zwischen Gürtel und Krawattenspitze sollten es nicht sein, erklärt der Modeberater Andreas Rose aus Frankfurt am Main. Wer etwas größer oder etwas kräftiger ist, muss eventuell zu einer Sonderlänge greifen, damit die Krawatte passend endet. In der Regel sind Krawatten etwa 145 Zentimeter lang, erklärt Rose.

Angesagt sind derzeit auch schmalere Krawattenmodelle, die nur zwischen 5,5 und 7,0 Zentimeter breit sind. Geknotet wird weniger die Windsor-Variante, sondern eher ein einfacher Knoten wie der Four-in-hand. Rose empfiehlt, die Wahl des Knotens vom Hemdkragen abhängig zu machen. So kann bei einem Haifisch-Kragen der Knoten breiter sein, ein Kent- oder Button-Down-Kragen verlangen nach etwas schmaleren Knoten.

Bei Farben und Mustern sind derzeit eher gedeckte Varianten angesagt. Wer sich die erste Krawatte kauft, sollte ohnehin erst einmal in eine klassische Farbe investieren wie Grau oder Schwarz. Rose empfiehlt die Kombination der grauen Krawatte zum schwarzen Anzug und weißen Hemd, eine schwarze Krawatte wird klassisch zu Weiß kombiniert. "Das lenkt auch nicht von dem Träger ab." Eine rote Krawatte sieht nicht nur zum weißen Hemd, sondern auch zum blauen Hemd gut aus. Das Thema Blau sieht Rose derzeit ohnehin groß: So wirkt ein braun-blau gestreifter Schlips gut mit einem blauen Hemd. Die Muster werden derweil kleiner: "Vorbei sind recht große Muster."

Wichtig ist vor allem, auf hochwertiges Material zu achten: Rose empfiehlt Seiden-Krawatten oder feine Woll-Varianten. Matte Krawatten liegen derzeit ohnehin im Trend. Für eine längere Lebensdauer rät der Modeexperte, den Knoten jeden Abend wieder zu öffnen – sonst verformt sich die Stelle unter Umständen. Er verwahrt die Krawatten außerdem nicht hängend, sondern aufgerollt in der Schublade auf. mag
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