Enger, grüner und vielseitiger: Die Trends der Wintersportmode

Nur warmhalten soll Skikleidung schon lange nicht mehr. Sie soll Schweiß aufsaugen, luftdicht sein und dann auch noch abseits der Pisten gut aussehen. Die Branche hat sich darauf eingestellt – und die Hersteller versuchen, den Einsatzbereich auszuweiten.

 • Trend 1: Viel muss viel können Ein großes Thema ist daher, verschiedene Materialien miteinander zu kombinieren, sagt Fachjournalist Ralf Stefan Beppler. Das gilt vor allem für die zweite Lage – die Schicht unter der wasserdichten Außenlage, die für die Isolation zuständig ist. Neue Materialien und Mixe sorgen dafür, dass man für die gleiche Wärmeleistung weniger Volumen braucht. Hier wird nun also etwa Daune mit Kunstfaser oder Merinowolle kombiniert. Bei den Außenjacken ist ein hybrider Materialmix weniger gefragt. Das heißt etwa: Entweder ist die Jacke wasserdicht oder nicht. Hier gibt es einen untergeordneten Trend: Die Winterjacke wird dünner, und die Isolation rutscht in die zweite Kleidungslage, möglich etwa durch den Einsatz leichter Kunstdaunen.

 • Trend 2: Es wird enger Vor allem bei den Frauen werden die Schnitte enger, sagt Florian Schmidt, Chefredakteur vom DSV aktiv Ski & Sportmagazin. Die Jacken seien sehr tailliert. Und auch bei den Männern seien Jacken und Hosen nicht mehr ganz so weit wie noch zuletzt. Mit hautengen Schnitten aus den 70er und 80ern müssen die Männer aber nicht rechnen. Beppler spricht beim Thema vom Trend zum Body Mapping: Das bedeutet, dass man den Körper wie eine Karte nachzeichnet. Denn der Körper hat unterschiedliche Wärme- und Kältezonen, an manchen Stellen wird mehr Schweiß produziert als an anderen. Da macht es Sinn, die Jacke entsprechend zu bauen. Die Steppung kann etwa stellenweise feiner sein und die Daunenparts können unterschiedliche Tiefen haben.

 • Trend 3: Es wird grün Die Plattform Ispo Texttrends hat fünf Farbpaletten für die kommende Saison analysiert, beschreibt Louisa Smith, die für der Sportmesse Trends beobachtet. Es seien raue, aber warme Töne wie ein erdiges Grün oder Grau. Grün stellt auch Schmidt als angesagte Farbe heraus, daneben sieht er ein kräftiges Orange und sattes Rot bei Männern. Bei Frauen sind Royalblau und Mint im Kommen, Violett und Pink bleiben in. Untenrum bleibt es aber relativ gedeckt: "Es ist immer so, dass eine schwarze Skihose sich besser verkauft als eine pinke", sagt Schmidt. Sie ist zeitlos, lässt sich einfacher kombinieren. Richtig knallig sind meist nur einige dekorative Elemente, etwa der Reißverschluss in Neon oder eine farbige Betonung an der Kapuze.

 • Trend 4: Wer in der Natur unterwegs ist, muss die Natur lieben"Wir erwarten, viel mehr nachhaltige und sozialverträgliche Produkte zu sehen", erklärt Smith. Neue Innovationen versprechen, dass in der Produktion weniger Wasser, Chemie und Energie verbraucht wird. Vermehrt werden hochwertige Daunen eingesetzt, die zertifiziert sind. Sie kommen aus tierfreundlicher Haltung.
dpa-Magazin / mag
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