Kampfkunst als Gesundheitssport: Tai Chi verbessert die Balance

Tai Chi ist in China ein Volkssport, der gern morgens an frischer Luft ausgeübt wird. In der westlichen Welt hat sich das sogenannte Schattenboxen inzwischen als Gesundheitssport etabliert. (Foto: Ole Spata)

Was einst in China als Kampfkunst seinen Anfang nahm, hat sich in der westlichen Welt inzwischen als Gesundheitssport etabliert: Tai Chi.

"Tai Chi verbessert die Balance. Das ist hochrelevant, da insbesondere ältere Menschen durch Tai-Chi-Übungen möglicherweise Stürzen vorbeugen können", so Romy Lauche, die komplementäre und alternative Therapien am Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen erforscht. "Es finden sich aber auch viele positive Effekte bei Rückenschmerzen, Kniearthrose oder einer Vielzahl rheumatischer Erkrankungen."

Dennoch rät Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln: "Auch wenn Tai Chi für jede Altersklasse und viele chronische Krankheiten geeignet ist, sollte man bei bestehender Krankheit oder Schädigung immer Rücksprache mit einem Arzt halten."

Wie bei fast jedem Einstieg in eine neue Sportart, sollte Tai Chi unter Anleitung geübt werden. "Damit die langsamen, kontrollierten und fließenden Übungen korrekt ausgeführt werden, ist eine professionelle Anleitung unabdingbar", sagt Froböse.

Kursleiter mit dem DDQT-Gütesiegel haben eine Ausbildung mit mindestens 250 Stunden innerhalb von drei Jahren absolviert. Die Lehrer sind über die Postleitzahl auf der Website des Deutschen Dachverbands für Qigong und Taijiquan zu finden. Am besten erkundigt man sich vor dem Kursstart bei seiner Krankenkasse – gegebenenfalls bekommt man einen Zuschuss. mag
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