Langsam zum langfristigen Erfolg

Das Versprechen, schnell viel Gewicht zu verlieren, lässt sich nicht halten - sinnvoller ist es, sich Zeit dafür zu nehmen. (Foto: Franziska Koark/dpa/mag)

Sommer, Sonne, Strand rücken näher. Oft verbunden ist damit der Wunsch, schnell zum alten Traumgewicht zurückzukommen. Doch davor warnen Experten eindringlich.

Nur wer sein Essverhalten nachhaltig ändert, wird auch dauerhaft schlank bleiben. Sogenannte Blitzdiäten sind nur eine kurzfristige Hilfestellung und ändern grundsätzlich nichts. Deshalb führen sie oft zum Jojo-Effekt. Beim Abnehmen sollte nicht der schnelle Effekt zählen, eine Veränderung der Gewohnheiten sei wichtig, betont die Ernährungswissenschaftlerin Anja Bath vom Verband der Oecotrophologen. Magerkuren setzen den Körper unter Stress und bringen das System von Hunger und Sättigung durcheinander, ergänzt Ernährungsberaterin Sonja Mannhardt aus Freiburg. Besser sei es deshalb, vor und während des Abnehmens seinen Körper und dessen Signale kennenzulernen.Als ersten Schritt empfehlen Ernährungsexperten, ein Tagebuch zu führen. Alles aufschreiben, was man isst, um die aktuelle Situation zu erfassen, lautet Baths Tipp. Die Aufzeichnungen sollten von einem Experten analysiert werden. Manchmal reiche schon eine einzige Sitzung bei der Ernährungsberatung, um eine Veränderung zu bewirken. Danach sei es wichtig, sich realistische Ziele zu setzen und sich auch über Teilerfolge zu freuen. Die Wahrscheinlichkeit, motiviert zu bleiben, sei dann deutlich höher.

Auch das Internet bietet Hilfe, die aber nicht immer seriös ist. "Wenn Versprechungen gemacht werden wie ,Zehn Kilo in nur einer Woche verlieren‘, ist das Humbug", versichert Nicole Merbach von der Stiftung Warentest in Berlin. Stattdessen sollte überprüfbar sein, ob das Programm auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Außerdem sollte es alltagstauglich sein. "Wie viel Zeit kostet mich die Diät? Wie aufwendig ist die Zubereitung der Rezepte? Kann ich die Zutaten leicht besorgen?" Als endgültige und dauerhafte Lösung von Gewichtsproblemen funktioniere aber kein Diätprogramm, versichert Bath.

Es gebe aber Diäten, die man als Einstieg nehmen könne. Im besten Fall können sie also dabei helfen, die grundlegende Ernährungsumstellung einzuleiten. Einigkeit herrscht darüber, dass sich fürs erfolgreiche Abnehmen nicht nur die Ernährung ändern muss. Ausreichend Bewegung sollte die zweite Säule sein.


dpa-Magazin / mag
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