Leichte Kost durch kalorienarme Alternativen

Leicht und lecker: Wer dauerhaft abnehmen will, sollte auf fett- und zuckerarme Kost setzen. (Foto: Andrea Warnecke)

Das Frühjahr ist nicht mehr fern - und damit wächst bei vielen Menschen der Wunsch nach etwas weniger Speck auf den Hüften. Crash-Diäten bringen aber allenfalls einen kurzfristigen Erfolg.

Wer nach der Abspeckphase seine alten Essgewohnheiten wieder aufnimmt, habe das alte Gewicht schnell wieder drauf, sagt Alexandra Borchard-Becker von der Verbraucher Initiative. Um nachhaltig weniger auf die Waage zu bringen, müssen daher die Gewohnheiten geändert werden. Die größten Hürden auf dem Weg zu leichter, kalorienarmer Ernährung sind Fett und Zucker. Es hilft schon, beim Einkauf bewusst darauf zu achten. Verlockende Aufschriften wie "leicht" oder "kalorienarm" helfen dabei kaum weiter. "Light-Produkte sind nicht nur teuer", sagt Gabriele Graf, Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Sie verleiten gerne dazu, dass man mehr von ihnen nimmt. Damit spart man dann keine Kalorien ein." Sie empfiehlt stattdessen, die Angaben zum Nährwert, besonders zu Fett und Zucker, im Blick zu haben.Besonders einfach ist das bei Milchprodukten, weil deren Fettgehalt auf den Packungen gekennzeichnet sein muss. Zum Butterkäse mit 60 Prozent Fett lassen sich Alternativen finden, und statt Crème fraîche mit 40 Prozent bietet sich saure Sahne mit 10 Prozent an. Viele solcher kleinen Schritte wirken in ihrer Summe. Bei Backrezepten lohnt es sich, mit der Zuckermenge zu experimentieren. Oft wird das Naschwerk auch mit zwei Drittel der angegebenen Menge süß genug.

Fett findet in Form von süßer Sahne gerne und oft mehr als notwendig Verwendung in Suppen, Soßen und Desserts. "Im Kartoffelgratin beispielsweise kann sie ganz oder teilweise durch Milch ersetzt werden", sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik. Gemüsesuppe lasse sich mit einer geriebenen Kartoffel binden. Wird die Suppe zudem püriert, entstehe eine cremige Substanz, bei der man die Sahnezugabe nicht vermisse.

Auch durch die Wahl der Zubereitungsform lässt sich eine ganze Menge Fett einsparen. Beim Gemüse ist schonendes Dünsten oder Dämpfen die Methode der Wahl. Fleisch lässt sich im Backofengrill, im Bratschlauch oder in der beschichteten Pfanne ohne Fett garen. Bei allen Veränderungen in der Ernährung - leichte Küche bedeutet nicht reiner Verzicht. Die eine oder andere Sünde ist durchaus erlaubt - zumal sie ausgeglichen werden kann. "Zu einer fetten Portion Fleisch muss ich nicht unbedingt Bratkartoffeln essen", erläutert Graf. "Pellkartoffeln sind eine leckere Alternative, eine große Portion Gemüse ein guter Ersatz."

Literatur: Stiftung Warentest: "Die Nebenbei-Diät. Schlank werden für Zwischendurch", 224 Seiten, 16,90 Euro, ISBN 978-3-86851-024-9; Verbraucherzentrale: "Gewicht im Griff. Das Abnehmprogramm zum Wohlfühlen", 288 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 978-3940580696; Verbraucherzentrale: "Schlank bleiben. So halte ich mein Wohlfühlgewicht", 248 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 978-3940580467.

dpa-Magazin / mag
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