Regelmäßiges Radeln ist gesund und macht Spaß

Egal ob Mountainbike, Trekking- oder Rennrad: Der ideale Drahtesel ist der, auf dem man sich wohlfühlt. (Foto: Mascha Brichta)

Radfahren als Fitnessprogramm lässt sehr leicht in den Alltag einbauen. Auf den Gang ins Sportstudio können regelmäßige Radler getrost verzichten.

Positive Effekte stellen sich aber nur dann ein, wenn Fahrer und Rad aufeinander abgestimmt sind und das Radel-Programm mehr als zehn Minuten am Tag umfasst. Radfahren regt das Herz-Kreislauf-System an und verringert das Herzinfarkt- und Bluthochdruckrisiko, wie Bettina Cibulski vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) erklärt. Zudem stärkt Radeln die Atemmuskulatur und verbessert den Zucker- und Cholesterinstoffwechsel.Auch aus orthopädischer Sicht ist Radfahren sehr gesund und schont im Gegensatz zum Joggen die Gelenke, da man sein Gewicht bei der Bewegung nicht mitschleppen muss. "Es ist auch ein sehr guter Sport für Menschen mit Kniebeschwerden", erläutert Prof. Martin Halle, Leiter des Zentrums für Prävention und Sportmedizin der Technischen Universität München. "Der Druck unseres Gewichts liegt im Sattel und wirkt somit nicht auf das Kniegelenk."

Wer morgens vor der Arbeit durch die frische Luft fährt, tut auch etwas für seine Psyche: Er fühlt sich besser und weniger gestresst. "Ich erlebe einfach viel", erklärt Achim Schmidt, Radsportexperte von der Deutschen Sporthochschule Köln. "Beim Schwimmen beispielsweise sehe ich nur graue Kacheln."

Um loszulegen mit dem Training, braucht man zunächst den passenden Begleiter. City- und Hollandräder sind eher für den Kurzstreckenverkehr geeignet. "Für jemanden, der täglich zur Arbeit oder in die Stadt fährt, reicht das völlig aus", sagt Cibulski. Der Vorteil ist die sehr komfortable Sitzposition. Trekkingräder verbinden Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit: "Sie eignen sich bei jedem Wetter für Asphalt- und Forstwege, und man kann auch zügig fahren", erklärt Schmidt.

Um die Gelenke zu entlasten, empfiehlt Cibulski, die Arme immer ein bisschen anzuwinkeln und die Knie leicht zu beugen. Dicke, gut aufgepumpte Reifen schützen vor Unebenheiten und Schlaglöchern. Um den Druck in den Rücken abzufedern, hilft auch eine eingebaute mechanische Federung.

Unabhängig vom Radtyp erfolgt die Einstellung der Sattelhöhe. "Dazu setzt man sich auf den Sattel, stellt ein Pedal nach ganz unten und stellt die Ferse drauf", erklärt Schmidt. Wenn jetzt das Bein durchgestreckt ist, sei die Höhe richtig eingestellt. Viele stellen den Sattel viel zu tief ein und können dadurch das Kraftpotenzial nicht richtig nutzen. "Das ist in etwa so, als ob jemand immer in der Hocke vorwärtsgeht."


dpa-Magazin / mag
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