Angst vor dem Krabbeln: Spinnenphobie

Ran ans echte Tier: Nach verschiedenen Therapieschritten können Spinnenphobiker es schaffen, eine lebende Vogelspinne zu berühren und auf der Hand zu halten. (Foto: Markus Scholz)

Auch wenn sie ihr nichts tun: Mikaela Gannon hat eine ausgeprägte Spinnenphobie. Anti-Angst-Seminare können Menschen mit Phobien helfen.

Am häufigsten sind Phobien vor Tieren, die der menschlichen Silhouette am wenigsten ähneln, erklärt Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Nervenärzte (BVDN) und Fachärztin für Psychotherapie aus Andernach. Etwa bei Spinnen.

Natürlich gibt es auch Angst vor Hunden, Ekel vor Katzen oder Panik vor Kriechtieren. Doch warum gerade Spinnen so extreme Reaktionen hervorrufen, kann auch Holger Kirk nicht erklären. Der Hamburger gibt Seminare, in denen Menschen ihre Spinnenphobie überwinden. Die Ursachen für eine Phobie sind vielfältig. "Grundsätzlich ist Angst eine entwicklungsgeschichtlich wichtige Emotion, die davor schützt, Gefahren einzugehen", erklärt Roth-Sackenheim.

Wer betroffen ist, hat verschiedene Möglichkeiten, seine Angst in den Griff zu bekommen. Selbsthilfegruppen sind hilfreich, um Erfahrungen auszutauschen. Wenn die Angst extrem ist, mit massivem Herzrasen, Schweißausbrüchen und stundenlanger Unruhe einhergeht, sollte man eine Verhaltenstherapie machen, empfiehlt Roth-Sackenheim: "Hier lernt man, die Angst abzubauen."
dpa-Magazin / mag


Weiterführende Informationen zum Thema bietet das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit unter 24 04 77-213 sowie auf http://www.seelischegesundheit.net
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