Antibiotika richtig einnehmen

Milch ist zwar gesund, kann aber in Kombination mit Medikamenten zu Problemen führen: Schon ein kleiner Schluck kann die Wirkung stören.

Grund dafür sei, dass das Kalzium aus der Milch im Magen-Darm-Trakt mit bestimmten Arzneimitteln schwer lösliche Verbindungen eingeht, die das Blut nicht aufnehmen kann, erläutert die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Vorsichtshalber sollte der Patient nach der Einnahme bestimmter Antibiotika oder Mittel gegen Knochenschwund daher erst zwei Stunden später zum Beispiel eine Tasse Kaffee mit Milch trinken.

Auch andere Lebensmittel können die Wirkung von Medikamenten verändern: Der Effekt von Blutdrucksenkern kann durch Lakritze gemindert werden, weil darin Stoffe stecken, die den Blutdruck erhöhen. Zusätzlich kurbeln sie die Ausscheidung des Minerals Kalium über die Nieren an, was zu Muskelschwäche führen kann. Wer hohen Blutdruck hat, isst daher besser wenig bis keine Lakritze.

Grapefruits und Pomelos sollten nicht bei Menschen auf dem Speiseplan stehen, die beispielsweise Medikamente gegen erhöhte Blutfettwerte oder zur Unterdrückung des Immunsystems nehmen. Denn die Inhaltsstoffe der Früchte wirken sich ungünstig auf den Abbau der Medikamente und den Transport von deren Wirkstoffen im Körper aus.


dpa-Magazin / mag
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