Beistand für Herzpatienten

Auch wenn die Überlebensrate bei Herzoperation sehr hoch ist, empfinden viele Patienten einen Eingriff am Herzen als lebensbedrohlich. So treten Angst und Depression sowohl vor wie auch nach der OP insbesondere bei Patienten auf, die jünger als 55 Jahre sind oder die wenig Unterstützung von ihrem sozialen Umfeld bekommen. Wer sich sehr sorgt, sollte daher bereits vor einem schweren Eingriff psychologische Hilfe suchen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) in Bad Nauheim hin. Sinnvoll sei, vorab in der Klinik nachzufragen, ob es dort eine psychologische Mitbetreuung gibt. Einige Herzzentren böten Patienten schon vor der OP an, ein Gespräch mit einem Psychologen zu führen. Ist dies nicht der Fall, könne sich der Betroffene an die jeweilige Psychotherapeutenkammer wenden und dort Adressen von geschulten Psychologen erhalten. In Zentren, in denen Herztransplantationen erfolgen, stehe aufgrund gesetzlicher Vorgaben auf jeden Fall ein speziell geschulter Psychologe bereit.
dpa-Magazin / mag
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