Eine kostenlose Applikation informiert

Wenn ausländische Patienten in Deutschland zum Arzt kommen, sind die sprachlichen Hürden bei der Behandlung oft groß. Das ist Experten zufolge vor allem bei schwerwiegenden Erkrankungen wie der Tuberkulose (TB) ein Problem.

Eine neue App in 28 Sprachen soll Medizinern daher helfen, besser über TB aufzuklären. Außerdem ermöglicht sie es Patienten, sich in ihrer Muttersprache zu informieren. Das erläutert der Initiator Christian Herzmann vom Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften in Borstel.

Die Informationen der kostenlosen App Explain TB sind so aufbereitet, dass der Arzt auf Englisch sieht, was der Patient liest oder sich anhört. Unter anderem sind die Inhalte auf Russisch, Usbekisch und Ukrainisch abrufbar. Hintergrund ist die Zunahme von Erkrankungsfällen bei Patienten mit osteuropäischen Wurzeln, die in Deutschland leben.

Sie haben sich nach Angaben des Verbands der Pneumologischen Kliniken (VPK) oft mit Erregern angesteckt, gegen die viele Antibiotika nicht mehr wirken. Außerdem seien die Patienten im Vergleich zu deutschen Erkrankten deutlich jünger und damit oft auch mobiler. Das erhöht die Gefahr der Weiterverbreitung von TB, die per Tröpfcheninfektion erfolgt.

Die App Explain TB gibt es für iPhone unter http://asurl.de/mza und für Android unter http://asurl.de/mzb.

dpa-Magazin / mag
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