Erster Hilfe bei Brandwunden

Ist der Erste-Hilfe-Kurs zu lange her, kann es sein, dass einige der gelernten Richtlinien schon nicht mehr aktuell sind. (Foto: Franziska Koark)

Eine Brandwunde darf nicht zu lange gekühlt werden. Sonst droht dem Verletzten eine Unterkühlung.

Anders als früher weiß man inzwischen, dass Kühlen nur in den ersten zehn Minuten einen positiven Effekt auf die Wunde und auf die Schmerzen hat, erläutert Raik Schäfer von der Deutschen Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGiNA). Auch Brandwunden, die zu schwer sind, vertragen kein Kühlen. Dass das der Fall ist, erkennt der Ersthelfer daran, dass der Blasengrund weiß ist.Auch andere Richtlinien zur Ersten Hilfe haben sich in den vergangenen Jahren geändert. Bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung seien 30 Herzmassagen notwendig. Dann müssten zwei Atemspenden folgen. Früher folgte die Beatmung schon nach 10 bis 15 Herzmassagen. Das ist laut Schäfer zu früh. "10 bis 15 Wiederholungen braucht es erst mal, um Druck aufzubauen." Hört der Ersthelfer dann schon wieder auf, um zu beatmen, sei noch nicht genug Blut geflossen.

Erste Hilfe-Online des DRK unter http://asurl.de/fl4.

dpa-Magazin / mag
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