Frauen werden ohne lange Wartezeiten behandelt

Mitte. Die Hochschulambulanz der Humboldt-Universität bietet Frauen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung ambulante Psychotherapie.

Das neue Behandlungsangebot soll Opfern von Missbrauch und Gewalt in der Kindheit helfen und wird im Rahmen einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Therapiestudie unterstützt. Sexueller Missbrauch und Gewalterfahrungen in Kindheit oder Jugend sind Ursachen für jahrelange Leiden. Die Folgen sind oft psychische Störungen auch viele Jahre später. Am Lehrstuhl für Psychotherapie und Somatopsychologie können betroffene Frauen jetzt eine spezifische Therapie erhalten.

"Das Projekt bietet Betroffenen die Möglichkeit, ohne die sonst üblichen langen Wartezeiten eine ambulante Psychotherapie bei eigens dafür ausgebildeten Trauma-Therapeuten zu bekommen", sagt Diplompsychologin Kathlen Priebe, die die Therapiestudie koordiniert.

Insgesamt können 60 Frauen behandelt werden. Die Behandlung ist als Einzeltherapie angelegt. Nach einer ausführlichen diagnostischen Abklärung erhalten Betroffene bis zu 45 Therapiesitzungen in einem Zeitraum von einem Jahr. Interessierte, die vor dem 18. Lebensjahr sexuelle oder andere körperliche Gewalt erlebt haben und unter belastenden Erinnerungen oder Träumen sowie starken Stimmungsschwankungen leiden, können sich an das Behandlungszentrum wenden: 209399144 (Anrufbeantworter), E-Mail: traumatherapie@hu-berlin.de.


Dirk Jericho / DJ
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