Höchststrafe für Tierliebhaber: Allergiker müssen Abstand halten

Eine ganz besondere Pferdeliebe: Konstanze Riemann ist selbst starke Tierhaar-Allergikerin. Nur bei ihren Curly Horses hat sie keinerlei Beschwerden. (Foto: Caroline Seidel)

Für Tierliebhaber gleicht es der Höchststrafe: Sie reagieren allergisch auf Meerschweinchen, Katze, Hund oder Pferd.

Probleme machen nicht die Tierhaare selbst, sondern Eiweiße aus Hautschuppen, Speichel, Talg oder Urin. Die häufigsten Auslöser einer Tierallergie bringen die Katzen mit sich. "Katzenallergene haben besonders gute Schwebeeigenschaften", erklärt Heike Behrbohm von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe.

Gewöhnen kann man sich an die Allergene von Tieren nicht – im Gegenteil. "Hat der Mensch weiter Kontakt zu der Tierart, auf die er reagiert, gesellen sich nachträglich andere Unverträglichkeiten hinzu", erklärt Hölscher. Auch die Hyposensibilisierung gegen Tierallergene ist bislang wenig erfolgversprechend.

Für allergische Pferdefreunde sollen Curly Horses die Lösung sein. Seit zehn Jahren züchtet und verkauft Konstanze Riemann diese Tiere. Sie ist selbst Allergikerin. Ist sie mit ihren Vierbeinern zusammen, ist sie beschwerdefrei: "Es ist wie ein Traum: Ich kann meine Nase im Curly Horse vergraben." Entgegen ihres Namens hat die Pferderasse nicht nur gekräuseltes Fell, sondern auch glattes.

Bei Katzen gelten Rassen wie Cornish Rex, Sphynx und Sibirische Katzen, Bengalen oder Nacktkatzen als allergenarm. "Bei diesen Rassen muss man sich aber Gedanken über den Tierschutz machen", warnt Hölscher. Es könnte sich um sogenannte Qualzuchten handeln.
dpa-Magazin / mag
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