Hüftprothese regelmäßig kontrollieren

Schmerzen am Hüftgelenk: Am besten lassen Patienten die Prothese alle ein bis zwei Jahre kontrollieren. (Foto: Mascha Brichta)

Künstliche Gelenke halten nicht ewig. Deshalb sollten Ältere ihr Implantat vorsorglich alle ein bis zwei Jahre untersuchen lassen - auch wenn sie keine Schmerzen haben.

Das rät Professor Bernd Kladny, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Mit einer Röntgenaufnahme können Ärzte den Zustand der Prothese einschätzen. Sollte zum Beispiel der Hüftkopf verrutscht sein, weil sich das Polyethylen der Hüftpfanne abgerieben hat, muss dieser Teil unter Umständen erneuert werden.

Ganz ausgetauscht werden muss ein künstliches Hüftgelenk in der Regel, wenn es infiziert ist oder es sich gelockert hat. Dann hat der Patient normalerweise Schmerzen und sollte sofort zum Arzt gehen. Lockern könne sich das Gelenk, indem sich Partikel davon abgerieben und verteilt haben, erklärt Kladny. Infizieren könne es sich, wenn Keime etwa bei einer anderen bakteriellen Infektion, sich an der Prothese festsetzen.


dpa-Magazin / mag
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