Hustenreiz und pfeifende Atmung: Alarmzeichen für Asthma

Wenn Asthmatiker das Notfallspray häufiger brauchen, deutet sich ein Asthma-Anfall an. (Foto: Mascha Brichta)

Wenn man ständig mit Hustenreiz zu kämpfen hat und das Ausatmen schwerfällt, kann das ein Warnzeichen für Asthma sein. Auch eine pfeifende Atmung, ein Engegefühl in der Brust, zäher Schleim und anfallsartig auftretende Atemnot können auf Asthma hindeuten.

Diese Symptome kann man auf den ersten Blick mit einer Erkältung verwechseln. "Aber bei einer Erkältung ist das nach ein bis zwei Wochen wieder weg", sagt Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB). Asthmatiker bekommen bei hoher Luftfeuchtigkeit, wenn geraucht wird oder jemand sehr viel Parfüm trägt schlecht Luft. "Bei Asthmatikern ist die Bronchialschleimhaut dauerhaft entzündet. Dadurch sind die Atemwege überempfindlich" erklärt Lämmel. Wer länger als zwei Wochen mit solchen Beschwerden zu kämpfen hat, sollte zum Arzt gehen. Unter anderem mit einem Lungenfunktionstest lässt sich abklären, ob es sich um Asthma handelt.

Es gibt zwei verschiedene Asthma-Formen: Das allergische (extrinsische) und das nicht-allergische (intrinsische) Asthma. Auch Mischformen sind möglich. Etwa Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare können das allergische Asthma auslösen. Das nicht-allergische Asthma wird häufig etwa durch Infekte, äußere Faktoren wie das Wetter oder Schadstoffe in der Luft verstärkt.

Wer bereits weiß, dass er Asthma hat, kann laut DAAB an verschiedenen Warnsignalen erkennen, ob ein Anfall droht: So nimmt bei einigen im Vorfeld eines Asthmaanfalls die körperliche Belastbarkeit ab, man benötigt mehr Notfallspray, hat stärkeren Husten, bekommt nachts Hustenanfälle, oder es deutet sich ein Infekt an.

Wer Medikamente gegen Asthma zum Inhalieren einnimmt, hat häufig mit einem trockenem Mund zu kämpfen. Das wiederum kann Mundgeruch, Entzündungen und Zahnschäden zur Folge haben. Diese Beschwerden können dazu führen, dass Betroffene die Medikamente meiden und ihr Asthma nicht mehr so gut im Griff haben, warnt der Bundesverband der Pneumologen (BdP). Nach jeder Inhalation sollte man den Mund mit Wasser ausspülen. Nach Möglichkeit isst man auch etwas, das man viel kauen muss – etwa einen Apfel. Das regt den Speichelfluss an. Regelmäßiges Zähneputzen und viel Trinken können ebenfalls helfen.
dpa-Magazin / mag


Weitere Informationen zum Thema unter www.lungenaerzte-im-netz.de.
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