Neurodermitis und Co.: Linderung bei Hauterkrankungen

Dem Juckreiz nachzugeben, bringt keine langfristige Linderung: Besser ist es, die betroffenen Stellen mit Cremes und Salben zu pflegen. (Foto: Silvia Marks)

Neurodermitis ist das häufigste Hautleiden in Deutschland und trifft vor allem Kinder. Bei vielen klingt die Krankheit wieder ab – nur bei rund zehn Prozent der Erkrankten treten die Ekzeme auch im Erwachsenenalter auf.

Darauf weist der Deutsche Hausärzteverband hin und gibt in seinem Magazin "HausArzt" einen Überblick über drei häufige Hauterkrankungen – und wie sie sich lindern lassen.

• Bei Neurodermitis empfiehlt es sich, mit der Ernährung zu experimentieren: Das bedeutet, auf bestimmte Nahrungsmittel eine Zeit lang zu verzichten und zu beobachten, ob das der Haut gut tut. Außerdem gilt es, die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Produkte mit Urea helfen, Feuchtigkeit zu binden. Vorsicht gilt bei möglichen Reizauslösern aus der Umwelt: So können auch Tierhaare, Reinigungs- und Duftstoffe die Haut beeinflussen. Bei Kleidung wählen Neurodermitis-Erkrankte besser solche aus Baumwolle, Leinen und Seide – Wolle wird oft schlechter vertragen.

• Schuppenflechte tritt selten im Kindesalter auf. Typisch für Psoriasis sind entzündete Stellen mit wachsartigen Schuppen – etwa auf der Kopfhaut, dem Ellenbogen oder den Knien. Bei manchen entwickeln sich auch Entzündungen und Schwellungen an Finger oder Zehen. Gut ist, die Stellen mit Ölbädern und fettigen Cremes zu pflegen. Produkte mit Harnstoff oder Glycerin schützen die Haut vor dem Austrocknen. Häufig geht es der Haut auch nach einem Urlaub am Meer besser: Sonne und Salzwasser wirken sich oftmals positiv aus. Auch zu Hause lassen sich Salzbäder nehmen.

• Rötungen durch geweitete Äderchen an Stirn, Nase oder Kinn sind Anzeichen für Rosazea. Meist treten auch Pickel und Knötchen auf. Bei manchen entwickelt sich eine knollig-verdickte Nase und die Augen fühlen sich trocken an. Rosazea tritt häufig erst ab dem 30. Lebensjahr auf. Wichtig ist, die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Das bedeutet, seifenfreie Lotionen zu verwenden. Gegen erweiterte Äderchen und Entzündungen kann der Arzt Medikamente verschreiben. Frauen müssen aber auch die Familienplanung zur Sprache bringen: Einige Medikamente gegen Rosazea schaden nämlich einem ungeborenen Kind. Verdickungen lassen sich per Skalpell, Vereisung oder Laser behandeln. Sonne und Alkohol können Schübe auslösen. Auch mache Medikamente verstärken die Rosazea: Mit dem Arzt sollten Betroffene daher über mögliche Wechselwirkungen sprechen.
dpa-Magazin / mag
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