Nicht immer ist der Winter schuld: Echte Depressionen erkennen

Sie ist ein saisonales Phänomen: Die sogenannte Winterdepression beginnt oft mit Heißhunger, Gewichtszunahme und einem stärkeren Schlafbedürfnis.

Viele Betroffene fühlen sich in der kälteren und dunkleren Jahreszeit antriebslos oder bedrückt. Das fehlende Licht spielt bei der Entstehung einer Winterdepression eine entscheidende Rolle. Ein 30-minütiger Spaziergang morgens nach dem Aufstehen könne aber schon helfen, sagt Prof. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik für Psychiatrie an der Universität Leipzig.

Doch Hegerl hat die Erfahrung gemacht, dass hinter vermeintlichen Winterdepressionen oft eine echte Depression steckt. Im Unterschied zur saisonal bedingten Depression verlieren Erkrankte bei anderen Depressionsformen meist den Appetit und finden nicht in den Schlaf. Zudem treten die Symptome bei ihnen unabhängig von den Jahreszeiten auf. Warnsignale seien Hoffnungslosigkeit und finstere Gedanken, so Hegerl. Dann sollten sich Betroffene ärztlichen Rat holen.
dpa-Magazin / mag
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