Schmerz in den Gelenken: Mit Arthrose und den Beschwerden leben

Häufig ist das Knie von Arthrose betroffen. (Foto: DAK/Schläger)

Arthrose ist nicht heilbar. Für die Patienten heißt das: Sie müssen lernen, mit ihren Beschwerden zu leben. Und sie sollten versuchen, den Verschleiß des Knorpels möglichst aufzuhalten. Dabei hilft gezielte Bewegung.

Rund fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland an Arthrose: Dabei nutzt sich der Knorpel ab, der die Gelenke schützt – die Folge sind Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Entzündungsschübe. Ganz typisch schon im frühen Stadium der Erkrankung sei ein Anlaufschmerz, erläutert Martin Eisele von der Techniker Krankenkasse.

Das heißt: Zu Beginn einer Bewegung treten heftige Gelenkschmerzen auf, die während der Bewegung allmählich nachlassen. Oder nach dem Aufstehen tun die ersten Schritte weh, dieser Schmerz lässt meist nach kurzer Zeit nach.

Um die Gelenke beweglich zu halten, sind gleichförmige körperliche Belastungen sowie gleitende und gut geführte Bewegungen wichtig. Der Knorpel wird dadurch besser ernährt, das Fortschreiten der Arthrose damit verlangsamt. Fahrradfahren ist dabei besser als Walken – und Walken besser als Joggen. Optimal sind Bewegungen im Wasser, zum Beispiel Aquajogging, rät Martin Talke, Orthopäde und Rheumatologe in Berlin. Dort fällt die Gelenkbelastung durch das Eigengewicht des Körpers weg.

Extrem- und Überbelastungen müssen Betroffene dagegen unbedingt vermeiden. So ist beispielsweise intensives Jogging bei Arthrose in Zehen-, Sprung- und Kniegelenk reines Gift.

Aber auch im Alltag gibt es Belastungen, die besser vermieden werden: häufiges und andauerndes Stehen beispielsweise. Außerdem ist Übergewicht ein Faktor, der die Erkrankung sehr begünstigt. Abnehmen ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

Auch gezielte Bewegungsübungen in Form von Krankengymnastik können helfen. Dadurch werden die umliegenden Muskeln gestärkt. Das stabilisiert, schützt und entlastet das Gelenk. Gleichzeitig werden angespannte Muskeln entspannt und damit Fehlhaltungen vorgebeugt. Darüber hinaus sind je nach Art der Beschwerden spezielle Schuhe mit abgerundeter Sohle hilfreich. mag
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