Vorsorge für Männer

"Jetzt wird es mal kurz kalt!" - Die Vorsorgeuntersuchung beim Arzt kann für einen Moment unangenehm sein, aber auch Leben retten. (Foto: Monique Wüstenhagen)

Wie Frauen auch stehen Männern eine ganze Reihe Vorsorgeuntersuchungen zu, für die die Krankenkassen aufkommen. Hier eine kurze Zusammenfassung.

Ab dem 35. Geburtstag hat ein Mann alle zwei Jahre gesetzlichen Anspruch auf ein sogenanntes Hautkrebs-Screening, so der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Dabei untersucht der Arzt den ganzen Körper visuell auf Anzeichen für Hautkrebs. Außerdem klären Patient und Arzt im Gespräch, ob der Mann eine Vorgeschichte hat, die Hautkrebs begünstigt.Im gleichen Rhythmus steht Männern ab 35 ein allgemeines Gesundheits-Check-up zu. Das zielt auf die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Problemen, Nierenerkrankungen und Diabetes ab. Dazu gehören eine körperliche Untersuchung, ein Test der Blut- und Urin-Werte, ein Beratungsgespräch und die Anamnese. Ab dem 45. Geburtstag übernimmt die Kasse eine Krebsfrüherkennung pro Jahr. Dabei tastet der Arzt die Prostata und die äußeren Genitalien des Patienten ab. Männer ab 50 können auf Kosten der Kasse zur Darmkrebsfrüherkennung, wobei der Arzt den Stuhl auf verborgenes Blut untersucht. Bis zum 55. Geburtstag übernimmt die Kasse diese Untersuchung jedes Jahr, ab dann alle zwei Jahre. Eine Alternative zur Stuhlprobe ist die Darmspiegelung, die Koloskopie. Für sie zahlt die Kasse ab dem 55. Lebensjahr alle zehn Jahre.

Einige Kassen übernehmen nach Angaben des GKV noch weitere Vorsorgeuntersuchungen. Welche das sind, erfragen Sie bitte bei der zuständigen Versicherung.

Eine Übersicht der Früherkennungsuntersuchungen findet sich im Internet auf auf http://asurl.de/50z.

dpa-Magazin / mag
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