Soziale Gerechtigkeit muss sein

Die Mitarbeiter, die am wenigsten schutzbedürftig sind, trifft es bei betriebsbedingten Kündigungen in der Regel zuerst. (Foto: Andrea Warnecke/mag)

Bei betriebsbedingten Kündigungen muss ein Unternehmen möglichst sozial gerecht vorgehen.

Diese sogenannte Sozialauswahl sei eine Voraussetzung dafür, dass es überhaupt Kündigungen aussprechen dürfe, erklärt Nathalie Oberthür, Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins. "Wenn also Arbeitsplätze wegfallen, muss innerhalb eines Kreises vergleichbarer Arbeitnehmer geschaut werden: Welche Mitarbeiter sind sozial am schutzwürdigsten?"Mitarbeiter, in deren Arbeitsbereich Stellen eingespart werden sollen, werden in vier Kategorien miteinander verglichen: Alter, Anzahl der Jahre im Unternehmen, Unterhaltspflichten gegenüber Kindern, Ehegatten oder Eltern sowie Schwerbehinderung. "Danach entscheidet sich dann, wen es tatsächlich trifft", sagt Oberthür.


dpa-Magazin / mag
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