Dermoplastik der 2007 verstorbenen Pandabärin Yan Yan flog nach China

Die Dermoplastik und das Skelett der Pandabärin Yan Yan wurden in Kisten verpackt und zurück nach China geflogen. (Foto: Zoo Berlin)
 
Die Dermoplastik der Pandabärin Yan Yan wurde in Kisten verpackt und zurück nach China geflogen. Foto: Zoo Berlin (Foto: Zoo Berlin)
Berlin: Museum für Naturkunde |

Mitte. Der einstige Superstar und Zooliebling, die knuddelige Pandadame Yan Yan, wurde Ende Juli zurück nach China geflogen. Zoodirektor Andreas Knieriem hofft, in Zukunft wieder ein Pandapärchen in Berlin zu beheimaten.

Jetzt ist sie weg. In zwei Kisten verpackt wurden die Dermoplastik und das Skelett der 2007 verstorbenen Pandabärin Ende Juli zurück nach China geflogen. Dort stellt das Shaanxi Wildlife Rescue and Research Center zukünftig die Pandadame aus. Die Volksrepublik China verleiht Pandas grundsätzlich nur an Zoos. Auch die sterblichen Überreste aller Pandas bleiben Eigentum der Volksrepublik.

Yan Yan war in den letzten sechs Monaten in der Sonderausstellung „Panda“ im Naturkundemuseum zu sehen. Spezialisten hatten das Tier Ende vergangenen Jahres mit Genehmigung der chinesischen Leihgeber als Dermoplastik präpariert. Knapp acht Jahre lag die „Schöne“, wie die 2007 im Alter von 22 Jahren an einer Darmverstopfung verstorbene Pandabärin Yan Yan heißt, im Kühlhaus des Naturkundemuseums. Die Dame war 1995 aus dem Pekinger Zoo nach Berlin gekommen, damit sie von Bao Bao schwanger wird. Doch aus dem lang ersehnten Panda-Nachwuchs wurde nichts.

Auch Bao Bao, der 2012 mit 34 Jahren im Zoo starb und somit als Methusalem unter den in Zoos lebenden Großen Pandas gilt, war Teil der Panda-Ausstellung. Er wurde ebenfalls präpariert. Bao Bao kam 1980 als Staatsgeschenk der Volksrepublik China an Bundeskanzler Helmut Schmidt nach Berlin. Die Dermoplastik darf im Naturkundemuseum bleiben.

Die niedlichen Pandas sind auf der ganzen Welt Publikumslieblinge, Sympathieträger und omnipräsente Werbeträger. Es gibt noch 1894 Pandas in freier Wildbahn, die heute in den lichten Laub- und Nadelwäldern der chinesischen Bergregionen rund um die Provinzen Sichuan, Shaanxi und Guanzu leben. China investiert hohe Summen in die Zucht der vom Aussterben bedrohten Tiere. Ein Pandapärchen verleiht China für eine Million Dollar pro Jahr an Zoos.

Zoochef Andreas Knieriem sagte zum Abschied von Yan Yan, „dass sich der Zoo sehr freuen würde, in naher Zukunft wieder ein Pandapärchen zu beheimaten.“ Mit Yan Yan und Bao Bao verfüge der Zoo über jahrzehntelange Erfahrung in der Haltung von Pandas und biete gemeinsam mit Kooperationspartnern wie dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) sowie dem Naturkundemuseum beste Voraussetzungen für eine optimale Pandahaltung.

In dem Ausstellungssaal des Naturkundemuseums, in dem die Panda-Sonderausstellung zu sehen war, wird vom 14. August bis 4. Oktober die Wanderausstellung „Parasiten – life undercover“ gezeigt. Danach kommt der größte Knaller: Das Naturkundemuseum stellt ab Dezember einen echten T-Rex aus. Der 2012 im US-Bundesstaat Montana gefundenen Raubsaurier gilt als der weltweit besterhaltene T-Rex aller 50 Funde. Das zwölf Meter lange Skelett ist zu 98 Prozent intakt.

Besitzer Niels Nielsen (39), dänischer Geschäftsmann und in London lebender Multimillionär, stellt den auf den Namen Tristan getauften T-Rex dem Berliner Naturkundemuseum zur Ausstellung und Erforschung für zunächst drei Jahre zur Verfügung. DJ
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