Die Hauptstadt mittels Kurzkrimis vorgestellt

Das Cover des "Kriminellen Reiseführers Berlin".

Berlin. Reiseführer über Berlin gibt es zu Genüge. Dennoch brachte der Windspiel-Verlag am 14. Juli ein neues Exemplar auf den Markt. "Krimineller Reiseführer Berlin" berichtet aber nicht über ausgetretene Touristenpfade, sondern stellt die Hauptstadt in 18 Kurzgeschichten vor.

Das Buch ist bereits der fünfte Band der "Kriminellen Reiseführer". Nachdem die ersten vier stets an Nord- oder Ostsee spielten, ist nun Deutschlands bevölkerungsreichste Metropole an der Reihe. 18 renommierte Berliner Autoren wie Horst Bosetzky oder Thomas RP Mielke haben lustige, schräge und spannende Geschichten aus "ihrem" Kiez geschrieben, und herausgekommen ist ein abwechslungsreicher Reiseführer für Berliner, Touristen und Krimifreunde.

So lernt der Leser Berlin zum Beispiel aus der Sicht des armen Yuri zu entdecken. Erst wird er beim Klauen einer zu großen Salami im berühmten russischen Supermarkt Rossia erwischt, dann legt er sich auch noch mit der russischen Mafia und muss durch Charlottenburg fliehen

Das Kapitel über Friedrichshain gibt einen Einblick in die Gedankenwelt des Rentners Herbert. Ihm ist es auf seiner Heimatinsel Stralau zu laut geworden. Folglich entwickelt er eine schmerzhafte Methode, um die gut verdienenden Neubewohner zu schikanieren. So lernt der Leser Stralau kennen, erfährt etwas über den (nicht fiktiven) Tunnel und rätselt über den sonderbaren Zettel in Herberts Hosentasche, auf dem steht: "Dein Bruder liegt im Tunnel".

Jeder Geschichte ist ein kurzer Infotext über den jeweiligen Ortsteil vorangestellt und eine Handskizze erleichtert das Auffinden des Tatortes. Die letzten Seiten hat der Verlag freigelassen, hier kann man sich Notizen machen.

Krimineller Reiseführer Berlin, Band 5, Hrsg. Petra Tessendorf; Windspiel-Verlag Scharfbeutz; 12,90 Euro, ISBN: 978-3-944399-19-5.

Gerrit Lagenstein / gl
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