Die vor 20 Jahren gegründete Stiftung Stadtmuseum lädt ein

In der 1987 wieder aufgebauten Nikolaikirche zeigt die Stiftung Stadtmuseum zahlreiche Exponate aus der wechselvollen Vergangenheit Berlins. (Foto: Caspar)

Mitte. Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens lädt die Stiftung Stadtmuseum Berlin am 23. Juni zu kostenlosen Museumsbesuchen an drei Standorten und am 28. Juni zu einem Museumsfest ein.

Am eigentlichen Jubiläumstag, dem 23. Juni, können Berlinerinnen und Berliner und Gäste der Hauptstadt das Märkische Museum Am Köllnischen Park 5, das Ephraim-Palais, Poststraße 16, und die Nikolaikirche am Nikolaikirchplatz bei freiem Eintritt besuchen. Unter sachkundiger Führung lernen sie die dort versammelten Skulpturen, Gemälde, Grafiken, Möbel und kunsthandwerklichen Gegenstände, aber auch archäologische Fundstücke und viele andere Exponate kennen und können die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude in Augenschein nehmen.

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin wurde vor 20 Jahren durch Zusammenschluss des 1874 gegründeten Märkischen Museums am Köllnischen Park und des in Kreuzberg ansässigen Berlin Museums gebildet, das 1962 gegründet wurde. Durch diese Fusion entstand das wohl größte stadt- und kulturgeschichtliche Museum in Deutschland. Es besitzt eine Fülle von Zeugnissen der Geschichte und Kultur aus allen Menschheitsepochen von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart. Beim Besuch der drei Häuser und zum Museumsfest am 28. Juni im Märkischen Museum kann man sich genauer erkundigen, über welche Bestände die Stiftung verfügt. Geschildert wird dann auch, wie das Märkische Museum in der Kaiserzeit entstanden ist und wie es damals engagierten Museologen und Heimatfreunden gelang, Kostbarkeiten aus dem Mittelalter und aus jüngeren Epochen vor der Vernichtung zu bewahren. Ihr künstlerischer und historischer Wert wurde vielfach noch unterschätzt. Interessant dürfte auch sein zu erfahren, wie das im Zweiten Weltkrieg durch Bomben stark beschädigte Märkische Museum "aus Ruinen" entstand, seine Bestände neu ordnete und sie durch zahlreiche Neuerwerbungen aufstocken konnte, von denen etliche auch bei den Rundgängen besichtigt werden können.


Helmut Caspar / HC
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