Neues Konzept für Alte Münze

Berlin: Alte Münze |

Mitte. Ein frischer Wind wird durch die Räume der Alten Münze am Molkenmarkt ziehen. So wollen es die Riverside Studios aus Berlin und uno Partner aus Zürich, die mit den Spreewerkstätten für die einstige Münzprägestätte ein neues Konzept mit Namen „Haus of Berlin“ entwarfen.

Auf mehr als 18 000 Quadratmetern haben sich Büros, Film-, Foto- und Musikstudios angesiedelt. Der Gebäudekomplex soll darüber hinaus als Kultur- und Bildungsstätte zur Verfügung stehen. Hinzu kommen Restaurants, Bars, ein Boutique-Hotel und Radiostationen. Für Martin Eyerer, Produzent, DJ und Mitinhaber der Riverside Studios, ist das „Haus of Berlin“ ein Ort, in dem sich die Kreativwirtschaft mit der Kunst- und Kulturszene vereint und vernetzt – nicht nur in die Stadt hinein, sondern auch hinaus in die Welt. Berlin könne ein Zeichen setzen, wie man dem schwindenden Raumangebot für die Kreativszene entgegentritt. Ziel ist es, mit dem Projekt der Hauptstadt neue Impulse zu geben.

Das „Haus of Berlin“ stehe für die Vielfalt der künstlerischen Angebote, für Kooperation untereinander und Vernetzung miteinander. Es soll aber auch ein Wirtschaftsfaktor sein. Neben wirtschaftsstarken Mietern wird es andere geben, die zwar wirtschaftlich schwächer, dafür aber hochkreativ und deshalb eine Bereicherung für das Gesamtkonzept seien.

Die Spreewerkstätten als bisherige Mieter werden eigenständige Partner des „Hauses of Berlin“. Seit 2003 haben sie das Areal erschlossen, nutzbar und öffentlich zugänglich gemacht. In der Alten Münze arbeitet heute eine kreative Gemeinschaft aus Kunst- und Kulturschaffenden aller Disziplinen, Festivalveranstaltern und sozialen Startups. Deshalb ist es für Felix Richter, Geschäftsführer der Spreewerkstätten, besonders erfreulich, dass bestehende kulturelle Strukturen nicht verdrängt, sondern erhalten und weiterentwickelt werden.

Zum Projekt gehört auch eine Machbarkeitsstudie zur Wirtschaftlichkeit und ein nachhaltiges Energiekonzept für den gesamten Gebäudekomplex, der übrigens unter Denkmalschutz steht. Die labyrinthartigen Untergeschosse, die beinahe ein Drittel der Fläche ausmachen und derzeit brachliegen, sollen wiederbelebt werden. Der Berliner Senat gab im Mai eine Machbarkeitsstudie zur Vermietbarkeit in Auftrag, das Ergebnis wird Anfang nächsten Jahres erwartet. ReF
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