Schmidt bleibt Palast-Chef: Senat verlängert Vertrag mit Intendant Berndt Schmidt

Kultursenator Klaus Lederer (links) hat den Vertrag mit dem Intendanten des Friedrichstadt-Palastes, Berndt Schmidt, verlängert. (Foto: Patricia Kalisch)
Berlin: Friedrichstadt-Palast |

Mitte. Berndt Schmidt (53) bleibt bis 2024 Intendant und Geschäftsführer des Friedrichstadt-Palastes. Wegen seiner Erfolgsbilanz hat der Aufsichtsrat den noch bis Mitte 2019 laufenden Vertrag vorzeitig verlängert.

Die Zahlen stimmen: Dreifacher Ticketumsatz, doppelt so hohe Auslastung. In zehn Jahren hat Schmidt das landeseigene Theater kontinuierlich auf Erfolgskurs gebracht. Kultursenator Klaus Lederer (Linke), seit Mai neuer Aufsichtsratsvorsitzender des Palastes, gratulierte zu den besten Halbjahreszahlen seit der Wiedervereinigung. „Mit 272 225 Gästen in den ersten sechs Monaten bleibt der Friedrichstadt-Palast die meistbesuchte Bühne der Stadt“, freut sich Lederer.

Als Schmidt am 1. November 2007 die Leitung der kommunalen Bühne übernahm, lag der Ticketumsatz in seinem ersten Halbjahr 2008 noch bei 4,5 Millionen Euro und die Auslastung bei 46 Prozent. In den ersten sechs Monaten 2017 wurden mit 14,04 Millionen Euro drei Mal so viel Tickets verkauft; die Auslastung lag mit 94,4 Prozent mehr als doppelt so hoch wie 2008. „Die ausgezeichnete künstlerische Arbeit, die in Zukunft fortgesetzt werden soll, und die tolle Leistung der gesamten Einrichtung, waren Motivation für die vorzeitige Vertragsverlängerung“, sagt der Kultursenator.

Im Friedrichstadt-Palast sind vom Haustechniker über Bühnenbauer und Tänzer 280 Menschen beschäftigt. Gesunde Umsätze sind wichtig für die Existenzsicherung des Hauses. Der Showpalast möchte aber auch Menschen „mit sehr schmalem Geldbeutel“ ermöglichen, die opulenten Shows zu erleben. Im ersten Halbjahr 2017 wurden deshalb 17 712 Tickets an Charity-Organisationen wie Berliner Tafeln, Kinderhilfseinrichtungen, Hospize oder Betreuungsorganisationen vergeben. 1979 berlinpass-Inhaber konnten Karten für drei Euro erwerben. Für die am 1. Juli gestartete Initiative #PalastFürAlle wurden bisher 1251 Karten zu fünf Euro gebucht. Sie basiert auf Vertrauen, die soziale Bedürftigkeit muss nicht nachgewiesen werden. Eintragen kann man sich unter www.palast.berlin/fueralle. Trotz dieser hohen Zahl an vergünstigten Eintrittskarten (sieben Prozent der Gesamttickets) wurde der durchschnittliche Kartenwert (Mittelwert aus Grand Shows und Kindershows) in den ersten sechs Monaten auf 51,58 Euro gesteigert, teilte der Friedrichstadt-Palast mit. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2013 lag er bei 51,14 Euro. DJ
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