Staatsoper in zwei Akten: Reguläre Spielzeit beginnt am 7. Dezember

Berlin: Staatsoper |

Mitte. Nach einem „Präludium“ bis zum 7. Oktober soll die Staatsoper Unter den Linden zum 7. Dezember, dem 275. Jubiläum der Eröffnung des Opernhauses, mit dem regulären Spielbetrieb starten.

Sieben Jahre nach Sanierungsbeginn wird die Staatsoper Unter den Linden am 3. Oktober mit einer Musiktheater-premiere eröffnet. Danach gibt es ein paar weitere Vorstellungen und Konzerte, dann wird das Haus am 7. Oktober bis zur endgültigen Wiedereröffnung am 7. Dezember wieder geschlossen. Diesen Eröffnungszeitplan in zwei Akten haben Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher, Kultursenator Klaus Lederer (beide Die Linke), Staatsopernintendant Jürgen Flimm und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher mitgeteilt. Nach den ersten Aufführungen Anfang Oktober sollen die Restarbeiten erledigt werden. Die Oper zur Pseudoeröffnung – das Stück ist noch geheim – soll den Tonmeistern die Möglichkeit geben, nachzujustieren. Im Sommer soll das neue Programm der Oper stehen.

Die Fertigstellung der umfangreichen Opernsanierung hatte sich immer weiter verschoben. Ursprünglich sollte das imposante Gebäude, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und bis 1955 vom Architekten Richard Paulick wieder aufgebaut worden war, bereits 2013 eröffnen. Das Ensemble nutzt seit Sanierungsbeginn 2010 die Bühne im Schillertheater. Gründe für die Verzögerungen waren unter anderem Probleme mit dem Grundwasser,e Holzpfähle im Boden und eine Firmeninsolvenz. Zudem gab es Probleme mit dem Mauerwerk. Die Kosten sind von ursprünglich 239 Millionen Euro auf 400 Millionen Euro gestiegen. Mit dem Bauchaos hat sich auch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss beschäftigt. Der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der auch Kultursenator war, wollte das Prestigprojekt unbedingt. Jetzt soll die Eröffnung endlich, wenn auch scheibchenweise, über die Bühne gehen. Lederer zeigte sich erfreut, „dass das fertige Haus noch in diesem Jahr seiner Bestimmung übergeben werden kann“. Die Vorschau auf den 3. Oktober stimme ihn vorfreudig auf tolle Opernabende in der Staatsoper an ihrem historisch angestammten Platz. „Mit der Sanierung des baulichen Ensembles wird Historisches ins Heute transferiert, wird Altes bewahrt und gleichzeitig Neues gewagt.“ DJ
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