Charité trauert um Ingeborg Rapoport: Kinderärztin verstarb im Alter von 104 Jahren

Mitte. Die Charité trauert um Professorin Dr. Dr. Ingeborg Rapoport, die am 23. März im Alter von 104 Jahren in Berlin verstorben ist.

Die renommierte Kinderärztin gilt als Begründerin der Neonatologie in der DDR. Sie hatte ab 1969 an der Charité den deutschlandweit ersten Lehrstuhl für dieses Fachgebiet inne. Die leidenschaftliche Forscherin „war auch immer eine streitbare Reformerin und überzeugte Sozialistin“, heißt es in der Mitteilung der Charité.

Ingeborg Rapoport und ihr Team konnten durch ihre Arbeit die Säuglingssterblichkeit in den 70er-Jahren in der DDR erheblich senken. Die Medizinerin erhielt 1984 den Nationalpreis der DDR im Kollektiv.

Die Klinik für Neonatologie ist an der Charité auch heute noch eine eigenständige Einrichtung. Krankenversorgung sowie Forschung und Lehre zum Wohle von Frühgeborenen und kranken Säuglingen sind an der Charité nach wie vor eng vernetzt. „Als erste Professorin für Neonatologie an der Charité hat Professorin Rapoport das Fachgebiet in der DDR maßgeblich geprägt. Es wird noch heute erzählt, dass sie als fürsorgliche Ärztin auch junge Krankenschwestern für die Neugeborenenintensivpflege begeistert hat“, sagt Professor Christof Dame, Stellvertretender Direktor der Klinik für Neonatologie. DJ
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