Bürgermeister Christian Hanke will 100 neue Mitarbeiter

Bürgermeister Christian Hanke. (Foto: Bezirksamt Mitte)

Mitte. Bürgermeister Christian Hanke (SPD) fordert neben einem Stopp des Stellenabbaus über 100 zusätzliche Mitarbeiter. Zum Jahresbeginn sprach Berliner-Woche-Reporter Dirk Jericho mit ihm.

Beschlossene Stellenkürzungen im Bezirksamt, immer längere Wartezeiten für die Bürger in den Ämtern. 2014 war kein gutes Jahr, oder?

Christian Hanke: Doch, 2014 war ein gutes Jahr. Der Bezirk konnte wieder neue Mitarbeiter einstellen und beispielsweise im Wohnungsneubau vieles voranbringen. Aber die Stellenkürzungen des Senats belasten uns sehr. Dies geht zu Lasten der Leistungen für die Bürger. Deshalb hat der Rat der Bürgermeister als Vertretung der Bezirke einstimmig beschlossen, dass der Personalabbau sofort aufhören muss und wir wieder mehr Menschen in den öffentlichen Dienst einstellen können. Mitte wächst und wird jünger und älter zugleich. Deshalb habe ich mich an den Senat gewandt und fordere neben dem Stopp des Stellenabbaus über 100 Mitarbeiter zusätzlich, damit es keine Warteschlangen mehr gibt, Wohngeld zeitnah ausgezahlt werden kann und wir allen Fällen von Kinderschutz nachgehen können - um nur einige Bereiche zu nennen.

Was sind die großen und wichtigen Projekte aus Bezirkssicht im neuen Jahr?

Christian Hanke: Wir sind in Mitte das Zentrum. Deshalb arbeiten wir an vielen Fronten. Wir brauchen noch mehr bezahlbaren Wohnungsneubau und müssen die Mieten im Bestand sichern. Wir müssen unseren Weg weitergehen, Chancengleichheit in der Bildung für alle Kinder herzustellen. Unser bezirkliches und einzigartiges Sprachförderzentrum ist gut aufgestellt, ich will aber noch mehr Bewegung in der frühkindlichen Bildung. Hier liegt der Erfolgsschlüssel für beruflichen Aufstieg. Unsere Internationalität sowie kulturelle und sprachliche Vielfalt in Mitte sind ein unglaublicher Schatz. Und ich bin besonders stolz auf die große Solidarität in unserem Bezirk. Die Flüchtlinge willkommen zu heißen und ihnen gute Angebote zur Integration zu machen, ist nicht nur Selbstverständlichkeit, sondern eine Chance für unsere soziale Stadtgesellschaft. Berlin als die spannendste Metropole Europas braucht Zuwanderung, um Kreativität, Wirtschaft, Internationalität, Vielfalt und Zukunft zu sichern. Mitte als kinder- und familienfreundlicher Bezirk ist für mich genauso Leitbild wie Inklusion, also die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die barrierefreie, seniorengerechte Stadt. Wir haben schon vieles erreicht, aber im nächsten Jahr noch viel zu tun.

Ihr ganz persönlicher Wunsch für 2015?

Christian Hanke: Natürlich Gesundheit für die Familie und für uns alle in Mitte: Frieden, nachbarschaftliche Solidarität, soziale Gerechtigkeit und unseren Kindern ein Jahr mit Spaß und Freude.


Dirk Jericho / DJ
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