Grillen in öffentlichen Anlagen verursacht Ärger und Kosten

Berlin. Endlich ist der Sommer da und erlaubt es den Berlinern, Zeit in Parks und Grünanlagen zu verbringen. Für viele gehören Grill und Bratwurst dazu.

Doch Qualm, kokelnde Mülleimer und Abfall auf den Wiesen sorgen nun für Ärger. Viele Bezirke machen nicht mehr mit. In Tempelhof-Schöneberg, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln, Reinickendorf und Spandau gibt es keine öffentlichen Grillplätze. Mitte will nachziehen und das Grillen im Monbijoupark verbieten. Im Tiergarten gilt schon seit dem vergangenen Jahr ein Grillverbot. Oliver Schworck (SPD), als Stadtrat in Tempelhof-Schöneberg für Ordnungsangelegenheiten zuständig, fordert nun sogar, dass das Grillverbot flächendeckend in allen Berliner Parks gelten soll - außer auf dem riesigen Tempelhofer Feld. Anders sieht das sein Charlottenburg-Wilmersdorfer Amtskollege Marc Schulte. Er macht sich statt für ein Grillverbot für öffentliche Grillplätze stark und hat damit in seinem Bezirk gute Erfahrungen gemacht. "Im Preußenpark klappt es gut, dass die Leute die ausgewiesenen Plätze fürs Grillen nutzen und dort ihren Müll ordentlich entsorgen", sagt der Stadtrat und weist darauf hin, dass viele Berliner keinen Garten oder andere Möglichkeiten zum Grillen haben. Doch er sieht auch die Nachteile solcher Sammelstellen: "Wir haben hier das Fünffache an Reinigungskosten", gibt er zu bedenken. Neben den Müllbergen sind es auch die glühenden Grillreste, die immer wieder Probleme bereiten und Schäden an Müllbehältern und an der Rasenfläche verursachen. Die Feuerwehr muss wegen den Park-Brutzlern bislang aber nicht häufiger ausrücken. "Mir ist nicht bekannt, dass es deshalb mehr Kleinbrände gibt", sagt Jens-Peter Wilke, der Sprecher der Berliner Feuerwehr. Ein generelles Grillverbot hält er trotzdem für sinnvoll: "Jegliche potenzielle Brandursache, die beseitigt wird, ist für uns positiv."


Jana Tashina Wörrle / jtw
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