Im Zentrum der Macht: Die meisten Lobbyverbände Deutschlands residieren in Mitte

Mitte. Der Citybezirk ist nicht nur Sitz der Bundeskanzlerin, des Bundestages und der meisten Bundesministerien; hier haben auch Hunderte Verbände und Interessenvertretungen ihre Büros.

Das geht aus einer Untersuchung hervor, die der Tagesspiegel und das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW) im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts gemacht haben.

Die Daten-Experten haben alle Interessenvertretungen, die in der 866-seitigen Lobbyliste des Bundestags verzeichnet sind, geografisch analysiert und eine Karte der Verbändelandschaft Deutschlands erstellt.

Von den 3089 Adressen der 2318 Vereinigungen in der Lobbyliste befinden sich allein 1183 in Berlin. Das Postleitzahlengebiet 10117 rund um die Friedrichstraße, Gendarmenmarkt und Unter den Linden ist mit 504 Lobbybüros Spitzenreiter. Nirgendwo in Deutschland gibt es mehr Verbandsbüros. Das Haus der Verbände am Weidendamm 1A beherbergt 33 Verbände unter einem Dach; ebenfalls Rekord in der Republik. Berlin als Lobby-Stadt mit 1183 registrierten Verbänden wird gefolgt von Bonn (257), Köln (130), Frankfurt a.M. (109) und Hamburg (107).

Laut der Studie sind die „Straßen der Verbände“ die Friedrichstraße (74), die Reinhardtstraße (53) und Am Weidendamm (33). Die Mohrenstraße landet mit 16 Lobbyisten-Dependancen auf Platz 13 des Straßenrankings. DJ
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