Senat startet eine Stadtdebatte zur Zukunft des Rathausforums

Mitte. Noch ist nicht entschieden, wie das Areal zwischen Fernsehturm und Spree, zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche einmal aussehen soll. Bürger sollen Ideen des sogenannten Rathausforums einbringen.

Sollen die zu DDR-Zeiten großzügig angelegten Freiflächen zwischen Karl-Liebknecht- und Rathausstraße bleiben? Oder sollen hier wieder Häuser stehen wie vor dem Krieg? Kommt der Neptunbrunnen wieder vors Schloss? Und was wird aus den überlebensgroßen Bronzefiguren von Marx und Engels in der nach ihnen benannten Parkanlage an der Spree? Darüber sollen Bürger und Initiativen in den kommenden Monaten diskutieren und Vorschläge erarbeiten. Unter dem Titel "Alte Mitte - Neue Liebe" haben Bausenator Andreas Geisel (SPD) und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher jetzt die "Stadtdebatte Berliner Mitte 2015" gestartet. Organisiert von der Agentur Zebralog sollen möglichst viele Menschen Ideen einbringen und bei Veranstaltungen mitmachen. In dem mehrmonatigen öffentlichen Dialog, der vom Kuratorium Berliner Mitte begleitet wird, gibt es bis Herbst Werkstätten, Kolloquien, Erkundungsspaziergänge, eine Ausstellung und sogar Theaterabende. Alle Berliner sind aufgerufen, beim Erarbeiten von Leitlinien für die räumliche Entwicklung des Gebiets mitzumachen.

Aus allen bei Veranstaltungen und auf der Internetplattform www.altemitte-neueliebe.de gesammelten Ideen und Meinungen der Stadtdebatten soll Ende des Jahres ein "Ergebnispapier mit den Empfehlungen der Berliner an das Abgeordnetenhaus" erarbeitet werden, wie Lüscher sagt. Die Abgeordneten und der Senat entscheiden letztlich, was mit dem Areal passiert. 2016 ist ein städtebaulicher Wettbewerb geplant, bei dem Architekten die Bürgerwünsche berücksichtigen müssen.

Die Auftaktveranstaltung zur Stadtdebatte findet am 18. April ab 13 Uhr im Berliner Congress Center (BCC) in der Alexanderstraße 11 statt. Bereits begonnen hat die "Warm-up-Phase" auf www.altemitte-neueliebe.de. Bis es richtig losgeht, kann schon mal jeder formulieren, was ihm an dem Ort gefällt oder eben nicht. Auf dem Portal kann man sich auch für die Auftaktveranstaltung anmelden.
Dirk Jericho / DJ
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