Den Fettstoffwechsel richtig einstellen

Stoffwechselexperte Dr. Jens Aberle stellt die Erfolge von Cholesterin senkenden Medikamenten vor. (Foto: Umsorgt wohnen)

Das Hauptrisiko für Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) ist das Alter selbst. Im Laufe der Jahrzehnte ist dieser Prozess zwar nicht zu stoppen, er lässt sich jedoch positiv beeinflussen. Dazu sollten Blutdruck, Blutzucker- und Blutfettwerte im grünen Bereich liegen.

Durch zu hohe Blutfettwerte kommt es zu vermehrten Ablagerungen und Verengungen in unseren Blutgefäßen. Herzinfarkt oder Schlaganfall können die Folgen sein. Bei den Blutfetten spielt das Cholesterin eine zentrale Rolle. Es gehört zur Gruppe der Nahrungsfette und ist überwiegend in tierischen Fetten enthalten. Man unterscheidet zwischen dem sogenannten "guten" (HDL) und dem "schlechten" (LDL) Cholesterin. Ist der Anteil vom LDL im Blut zu hoch, kommt es zu Arteriosklerose. Auf die Ernährung übertragen sind die gesättigten Fette (zum Beispiel in Backwaren, frittierten Nahrungsmitteln oder Rindfleisch) dafür verantwortlich. Ungesättigte Fette (enthalten in Olivenöl, Fisch oder Avocado) treiben hingegen das "schlechte" LDL nicht in die Höhe. "Das Frühstücksei enthält zwar viel Cholesterin, wirkt aber aufgrund seiner Fettsäurezusammensetzung eher positiv auf unseren Körper", erklärt Dr. Jens Aberle. Die Verbraucher müssen also umdenken. Bei einem gesunden Menschen sollte das "schlechte" LDL unter 160 mg/dl liegen. "Sofern bei einem Patienten bereits Gefäßablagerungen diagnostiziert worden sind, ist es medizinisch notwendig, diesen Grenzwert auf 100 mg/dl zu senken", betont Stoffwechselexperte Dr. Aberle. Doch das ist mit einer Ernährungsumstellung allein kaum zu erreichen. "Durch Ernährung können wir das LDL nur zu etwa 15 Prozent beeinflussen. Drastisch können die Blutfette durch Cholesterin senkende Medikamente (Wirkstoffgruppe: Statine) gesenkt werden", erklärt Dr. Aberle und betont, "dass dadurch bei den über 75-Jährigen das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich sinkt." Zu den Nebenwirkungen gehören jedoch bei etwa zehn Prozent der Patienten Muskelschmerzen und Krämpfe.

Tipp: Der Hausarzt sollte das HDL und LDL über eine Blutuntersuchung überwachen, erhöhte Werte lassen sich gut behandeln. Das ist ein wichtiger Beitrag, um gesund alt zu werden.

Weitere Informationen zur Gesundheit im Alter sind im Internet unter www.umsorgt-wohnen.de zu finden.

Jochen Mertens / jm
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