Deutsche fürchten sich vor Altersdemenz

Geistige Aktivitäten und Geselligkeit sind wichtig, um Gedächtnisverlust vorzubeugen. (Foto: ccvision)

Mit einem vergessenen Schlüssel fängt es vielleicht an, am Ende erkennen viele Betroffene selbst ihre Angehörigen nicht mehr. Die Demenzerkrankung hat viele Gesichter.

Alzheimer und andere Demenzkrankheiten sind für die Deutschen ein Thema, das sie im Hinblick auf das eigene Leben sehr beschäftigt. Laut einer, kurz vor den ersten Medienberichten zu Rudi Assauer durchgeführten repräsentativen Umfrage der "Apotheken Umschau", hat jeder Zweite (52,7 Prozent) in Deutschland große Angst davor, an Demenz zu erkranken und seine Denkfähigkeit zu verlieren. Wer einen Demenzkranken in seinem Haushalt betreut, kann diesem die Orientierung mit Gegenständen aus weit zurückliegender Zeit erleichtern und ihm dadurch ein vertrautes Zuhause schaffen. Mit einem 50 Jahre alten Sessel können noch Erinnerungen verbunden sein oder mit einem Röhrenradio, alten Fotos oder etwa mit dem geblümten Bettüberwurf aus der Aussteuer. Solche Angebote "bieten ihnen Zuflucht in eine Welt, in der sie sich noch auskennen", erklärt die Wohnberaterin Petra Bank vom Verein für Gemeinwesen und Sozialarbeit Kreuzviertel e.V., Dortmund, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Oft sollten aber aus Sicherheitsgründen Veränderungen vorgenommen werden. Dies kann Demente so sehr verunsichern, dass Angehörige dies sensibel abwägen sollten. Um zu erkennen, was dem Dementen nützt oder ängstigt, müssen sie sich intensiv in dessen Gedankenwelt hineinversetzen und ihn gut beobachten. Erschrickt er etwa oft vor seinem Spiegelbild, sollten Spiegel mit einem Tuch verdeckt werden. Und kommt er zum Beispiel nicht mehr mit der Toilettenspülung zurecht, steht besser ein Eimer Wasser dort - wie früher eben.

Weiterführende Informationen über Demenzkranke finden Sie unter http://www.senioren-ratgeber.de/demenz

Verlag Wort und Bild / WuB
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