Umgang mit Kriegserinnerungen

Unverarbeitete Erinnerungen können bei Älteren Angst vor Berührungen oder alltäglichen Situationen auslösen.

Häufig zeigt sich dies nach Veränderungen im Leben eines Älteren, zum Beispiel einem Umzug ins Heim. Denn eine vertraute Umgebung gebe einer traumatisierten Person Sicherheit und Stabilität, sagt Katrin Einert. Sie forscht an der Fachhochschule Frankfurt am Main zum Thema "Trauma im Alter".Tritt das Problem unerwartet im Altersheim auf, ist es für Pfleger schwierig, darauf zu reagieren: Das Personal kennt die Bewohner nicht so gut wie deren Verwandten und kann die Veränderung nur schwer beurteilen.

Das Gespräch zwischen Angehörigen und Pflegern ist dann sehr wichtig: Manchmal gelingt es gemeinsam, den Grund für das veränderte Verhalten zu erkennen - beispielsweise Erlebnisse im Krieg. Enkel oder Kinder sollten dabei so viel wie möglich aus der Vergangenheit erzählen: "Das Wissen darum ist für das Pflegepersonal sehr wichtig, damit es sich darauf einstellen kann", sagt Katrin Einert.


dpa-Magazin / mag
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