Was Angehörige tun können

Zwei von drei Bewohnern in deutschen Altenheimen sind schlecht oder nicht ausreichend ernährt, ergab die Studie ErnSTES.

Das liegt nicht unbedingt immer an schlechter Verpflegung im Heim. Manchmal sind auch körperliche Beschwerden ein Grund für den gemäßigten Appetit der Senioren, erläutert Heiko Fillibeck, Pflegeexperte beim Kuratorium Deutsche Altershilfe. Das könnten beispielsweise Zahnschmerzen, Probleme beim Schlucken, Schmerzen beim Sitzen, aber auch schlechtes Sehen oder Erschöpfung sein. Manche Bewohner könnten schon allein wegen des hohen Geräuschpegels im Speisesaal nicht essen, weil sie sich davon gestört fühlen. Und manche Demenzkranke wiederum verbrauchten am Tag sehr viele Kalorien, weil sie sich enorm viel bewegen. Wenn Angehörige den Verdacht haben, dass mit den Essgewohnheiten des Bewohners etwas nicht stimmt, sollten sie den Pfleger ansprechen. Gemeinsam könne nach einer Lösung gesucht werden, so Fillibeck. Sehr gerne werde aber auch Hilfe beim Essen angenommen. Denn oft hätten die Pfleger gar nicht genügend Zeit, die Speisen in Ruhe anzureichen.
dpa-Magazin / mag
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