Was Demenzkranke unruhig macht

Demenzkranke sind häufig unruhig und können schwer stillsitzen. Angehörige sollten zunächst einmal schauen, ob es einen Grund für die Unruhe gibt.

"Doch Unruhe ist nicht gleich Unruhe", sagt Helga Schneider-Schelte von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. "Sucht der Demenzkranke etwas? Will er zur Arbeit gehen und hat Angst, zu spät zu kommen? Oder ist er gerade überfordert, weil zum Beispiel zu viele Personen im Raum durcheinanderreden?", nennt die Projektleiterin des Alzheimer-Telefons mögliche Ursachen.Einige davon ließen sich relativ einfach abstellen, wie zum Beispiel zu viele Personen im Raum. Bei anderen müssten Angehörige wissen, wie sie am besten reagieren. Will der an Demenz Erkrankte zum Beispiel zur Arbeit, könne man ihm sagen: "Ich weiß, du bist besonders pflichtbewusst, aber heute hast du frei." Will er nach Hause, könne die Reaktion zum Beispiel sein: "Komm’, wir laufen eine Runde um den Block und danach gehen wir nach Hause."

In einigen Fällen sei der einzige Grund für die Unruhe aber wirklich großer Bewegungsdrang. Diesem müsse man dann als Angehöriger auch nachgeben. Das kann zum Beispiel bei einer Ergotherapie passieren oder ganz einfach, indem ein Nachbar den Betroffenen zum Beispiel einmal pro Woche zum Hundausführen mitnimmt.


dpa-Magazin / mag
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