Abgeordnetenhaus gibt 30 Millionen Euro für Schauspielschule frei

Mitte. Nach jahrelangem Streit um den neuen Zentralstandort der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" wurde jetzt die letzte Hürde genommen.

Die Abgeordneten im Hauptausschuss haben dem Bauplan zugestimmt und die bislang gesperrten 30 Millionen Euro für den neuen Zentral-Campus in der Zinnowitzer Straße freigegeben. Insgesamt kostet der Umbau der ehemaligen Opernwerkstätten am Nordbahnhof 33 Millionen Euro. Drei Millionen waren bereits für Planungsleistungen freigegeben worden.

Wie die Schauspielschule mitteilte, sollen die Bauarbeiten am 1. Juni starten. Der Bund hat zudem die Kosten von rund 850 000 Euro übernommen. Diese Zusage Ende 2012 sei der Durchbruch gewesen, sagte Claudia Kießling von der Hochschule für Schauspielkunst.

Im Frühjahr 2013 hatte das Abgeordnetenhaus die Ausbaupläne der alten Fabrikgebäude gestoppt. Um Kosten zu sparen, sollten stattdessen die vier maroden und zum Teil asbestbelasteten Standorte in Schöneweide, Lichtenberg und Prenzlauer Berg saniert werden.

Gegen die Entscheidung gab es deutschlandweit beachtete Proteste der Schauspielstudenten, die von bekannten Schauspielern unterstützt wurden. Vor dem geplanten Zentralcampus in der Zinnowitzer Straße war ein Protestcamp aufgebaut.

Die Opernwerkstätten mit ihrem Fabrikcharme werden derzeit für Modeschauen, Ausstellungen, Firmenevents sowie Film- und Fotoproduktionen genutzt.


Dirk Jericho / DJ
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